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29.09.2016
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Aus dem kirchensite.de-Archiv
Das Benediktinerinnenkloster in Dinklage.

Ein Tag in und um Dinklage (1)

Ein Kloster im Grünen

Dinklage. Zwischen Osnabrück und Oldenburg liegt die kleine Stadt Dinklage, der als Geburtsort des Kardinals Clemens August Graf von Galen so große Bedeutung zukommt. Rund 13.000 Einwohner zählt der zum niedersächsischen Teil des Bistums Münster gehörende Ort im Oldenburger Münsterland. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten aber auch Möglichkeiten, aktiv zu sein, laden hier zu einem gelungenen Ferientag mit der ganzen Familie ein.

Mitten im Wald, von der Autobahn A 1, Abfahrt Lohne/Dinklage, kommend, noch vor der Ortseinfahrt links, steht das Kloster Burg Dinklage, die bedeutendste Wasserburg dieser Region. Sie war der Stammsitz der Familie von Galen. In dem im 16. Jahrhundert erbauten Haus mit seiner wechselvollen Geschichte wurde 1878 der spätere Kardinal Clemens August Graf von Galen, der "Löwe von Münster", geboren.

Gottesdienst in der "Scheunenkirche"

Heute leben in der früheren "Dietrichsburg" Benediktinerinnen. 1949 hatte Graf Christoph Bernhard von Galen den aus der sowjetischen Besatzungszone Alexanderdorf kommenden Schwestern das Anwesen übergeben. Sie kauften die Gebäude nach und nach. Dazu gehört auch die in dieser Form wohl einmalige "Scheunenkirche" – eine aus dem 17. Jahrhundert stammende alte Scheune, die heute als Klosterkirche dient.

Die Benediktinerinnen laden herzlich zum Mitfeiern der Gottesdienste ein, weisen aber auch darauf hin, dass die Burg als ihr Lebensbereich nicht besichtigt werden kann. Der romantische Blick auf das von Wasser umgebene alten Gemäuer mitten im Grünen macht diese Einschränkung aber wett. (www.burgwald-dinklage.de)

Äbtissin

Die Äbtissin von Kloster Dinklage,
Máire Hickey, beim Zubereiten von Fudge.

Fudge im Klostercafé

Offen steht dafür das Klostercafé in der Rentei. Nur wenige Meter von der Burg entfernt, gibt es hier selbst gebackenen Kuchen, Kaffee, Tee, Saft und eine englische Spezialität: "Fudge" – eine sehr weiche urenglische Süßigkeit auf der Grundlage von Butter, Zucker und vielen anderen Zutaten. Äbtissin Máire Hickey, gebürtige Irin, rührt den Fudge selbst – Geschmacksrichtungen sind zum Beispiel Schokolade oder Whiskey – und übertrumpft damit problemlos herkömmliche Fabrikware.

Das Café ist dienstags bis freitags von 14.30-17.30 Uhr geöffnet, samstags und sonntags von 14-17.30 Uhr. Am Montag bleibt es geschlossen. Im Klosterladen, ebenfalls in der Rentei untergebracht, verkaufen die Schwestern religiöse Kunstgegenstände, Ikonen, Kerzen, Karten für alle Anlässe und religiöse Literatur.

Text und Fotos: Jutta Fülbier-Floren, 19.07.2005

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