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27.05.2016
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3. Dezember

Emma (Imma)von Lesum

Lebensdaten:

Gestorben am 3. Dezember 1038 in Bremen.

Vita:

Emma von Lesum war die Gemahlin des sächsischen Grafen Liudger und die Schwester des Bischofs Meinwerk von Paderborn. Sie gilt als die erste Bremerin, die in der Geschichte bezeugt wird. Mit ihrem Vermögen unterstützte sie großzügig die Kirche von Bremen und sorgte sich sehr um ihre Untertanen. Davon zeugt noch heute das Bremer Roland-Denkmal, zu dessen Füßen man einen Invaliden sieht.

Dieser Mann, der keine Beine mehr besaß, spielt eine zentrale Rolle in der wohl bekanntesten Legende über die Gräfin Emma: Als die Bürger Bremens sie um Hilfe baten, weil sie zu wenig Weideland hätten, sagte sie ihnen so viel Land zu, wie ein Mann in einer Stunde umgehen könne. "Warum eine Stunde, warum nicht gleich ein Tag?", soll ihr Begleiter, Herzog Benno von Sachsen, missmutig über die Freigiebigkeit seiner Schwägerin, spöttisch gefragt haben. Emma erwiderte prompt und erweiterte die Frist auf einen Tag. Darauf erbat sich der Herzog das Recht, zu bestimmen, wer den Weg um die Felder antreten solle. Als Emma ihm dies wohlwollen gewährte, zeigte Benno auf eben jenen Invaliden und forderte ihn auf, sich auf den Weg zu machen. Die Bürger murrten, weil der Herzog die Gutmütigkeit Emmas dermaßen schamlos zu ihren Ungunsten ausgenutzt hatte. Der behinderte Mann jedoch machte sich sogleich auf den Weg und kroch auf seinen Händen davon, gefolgt von einem Diener der Gräfin, der den zurückgelegten Weg mit Pfählen markierte. Als der Abend kam, hatte der Mann eine ungeheure Strecke zurückgelegt: So weit man blickte, waren Pfähle eingerammt. Die Anwohner brachen in lauten Jubel aus. Emma wurde fortan als Heilige verehrt, und auch den Weidegänger hielt man Zeit seines Lebens in Ehren.

Noch heute besteht diese 1032 angelegte Bürgerweide in Bremen. Ob die Gräfin Emma von Lesum, die übrigens auch die spätere Wallfahrtskirche in Bochum-Stiepel gründete, jemals selig oder heilig gesprochen wurde, ist nicht historisch belegt. Ebenso ist unklar, ob sie, wie manche Quellen angeben, tatsächlich im Bremer Dom begraben wurde.

Namensbedeutung:

"Emma" ist althochdeutsch und heißt "die Erhabene".

Text: Thomas Mollen, Dezember 2004

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