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11.12.2016
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Aus dem kirchensite.de-Archiv
Der Künstler Willi Nitzbon hat der aus Mahagoni-Holz gefertigten Fatima-Madonna in seinem Atelier den letzten Schliff gegeben.

Willi Nitzbon gestaltete Fatima-Grotte

Eine Madonna für Horneburg

Horneburg. Ein Ort zum Innehalten und zum Verweilen, ein stiller Ort der Besinnung und des Gebetes ist in Datteln-Horneburg entstanden. Am Samstag, 23. Oktober, segnet Weihbischof Josef Voß die neue Fatima-Mariengrotte der Gemeinde St. Maria Magdalena. "Mit der Fatima-Mariengrotte wollen wir neue Impulse für den katholischen Glauben und die katholische Kirche geben.

Eine biblisch gegründete und von der Kirche geleitete Marienverehrung will uns helfen, zwei in unserer Zeit in Gefahr geratene große Geschenke Gottes neu in den Blick zu nehmen: zum einen die Familie als die Keimzelle der Gesellschaft und zum anderen den Frieden unter den Völkern. Maria ist ein Vorbild", erläutert Pfarrer Seemampillai Joseph Emmanuel die Idee, zwischen Kindergarten, Pfarrhaus und Kirche eine neue Mariengrotte bauen zu lassen.

Für die Gestaltung und Realisierung verantwortlich ist der Horneburger Künstler Willi Nitzbon. Kirchliche Themen sind dem 74- jährigen pensionierten Leiter der Abteilung Kunst und Gestaltung an der Kollegschule Recklinghausen in keiner Weise fremd. "Als Kind wollte ich unbedingt Messdiener werden, doch mein Elternhaus war zu weit von der Kirche entfernt", bedauert der gebürtige Dattelner noch heute. Nach der Ausbildung zum Maler und Schriftenmaler hat sich Nitzbon während seiner Studienzeit in München viel mit der Kirchenmalerei beschäftigt. "Auch die Fassmalerei, das farbige Bemalen und Vergolden von Holz- und Steinplastiken, hat mich sehr interessiert", erklärt er. Als vor sechs Jahren die Kirche seiner Gemeinde in Horneburg renoviert wurde, kam ihm diese Ausbildung zugute. Denn er restaurierte fachmännisch und mit viel Liebe zum Detail die Holzskulpturen, wie beispielsweise die rund 100 Jahre alte Madonna und das Altarbild.

"Was ich mache, das mache ich mit Hingabe", gibt er unumwunden zu. Und das trifft auch auf die Gestaltung der Fatima-Grotte zu. "Das ist für mich Gottes-Dienst". Bevor Nitzbon an die Planungen ging, hat er sich intensiv mit der Geschichte der Marien-Erscheinungen in der Nähe der portugiesischen Stadt Fatima beschäftigt. Dann machte er sich ans Werk, entwarf die Grotte und auch das Umfeld. "Anfänglich gab es in der Gemeinde Diskussionen über das Projekt. Doch als die ersten Entwürfe vor knapp einem Jahr in der Kirche gezeigt wurden, wuchs die Begeisterung bei den Gemeindemitgliedern", erläutert Nitzbon.

Seine Modelle sind inzwischen in die Tat umgesetzt worden. Und so steht nun an der Kreuzung zwischen Pfarrhaus und Kindergarten auf einem kleinen Hügel die neue Fatima-Grotte. Ein Sandsteinweg führt auf sie zu, die Bepflanzung mit schlanken Zypressen erinnert an das Umfeld des Wallfahrtsortes Fatima. "Der Hintergrund ist so bemalt, dass die gut ein Meter hohe Marienskulptur, die ein Gemeindemitglied gespendet hat, zu schweben scheint. Sie steht in ihrem strahlend weißen Gewand auf einem Podest in Form einer Wolke vor einem blauen Himmel ", erläutert Nitzbon. Wie selbstverständlich fügt sich die neue Grotte in ihr Umfeld ein. "Die Madonna ist ein Zeichen am Weg in mehrfacher Hinsicht, sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder: ein Zeichen am Weg von und zu unserer Kirche, ein Zeichen am Weg zum Guten und am Weg zu Gott", verdeutlicht er.

Text und Foto: Michaela Kiepe, "Kirche+Leben", 20.10.2004

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