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02.07.2016
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21. Januar

Heilige Agnes zu Rom

Lebensdaten

geboren im 3. Jahrhundert in Rom
gestorben wahrscheinlich 304 in Rom

Vita

Agnes lebte wahrscheinlich im 3. Jahrhundert in Rom und erlitt dort bereits als junge Frau das Martyrium. Der Legende nach war sie die Tochter reicher, christlicher Eltern. Ihre außergewöhnliche Schönheit soll berühmt gewesen sein: es heißt, dass viele Männer um ihre Hand anhielten. Unter diesen Verehrern soll auch der Sohn des Stadtpräfekten Sempronius gewesen sein. Doch seinen Antrag und die aller anderen wies sie zurück, indem sie behauptete, sie sei schon verlobt.

Rasend vor Eifersucht wollte der junge Mann den Namen seines Konkurrenten erfahren. Da geriet Agnes in Verzückung und erzählte von Jesus Christus. Als sich Sempronius daraufhin selbst einschaltete, um die junge Frau zu umwerben, wies sie auch ihn ab. Der wütende Stadtpräfekt soll Agnes sogleich in ein Bordell gebracht haben. Dort wurde sie wiederum von dessen Sohn aufgesucht, der aber, als er sich ihr nähern wollte, plötzlich tot umfiel.

Auf das Gebet der Agnes hin, sei der junge Mann jedoch wieder zum Leben erwacht. Der Stadtpräfekt ließ die junge Frau sofort darauf dem Scheiterhaufen ausliefern. Es heißt, das Feuer habe Agnes auf wundersame Weise nicht verbrennen können. Später stirbt die Märtyrerin durch das Schwert. Wahrscheinlich kann das Jahr 304 als das Todesjahr der Agnes angenommen werden. Über ihrem Grab an der Via Nomentana entstand eine Basilika, die heute noch als Sankt Angese fuori le mura erhalten ist.

Brauchtum

Bereits seit dem 4. Jahrhundert wird die heilige Agnes in Rom verehrt. In der über ihrem Grab errichteten Kirche werden jährlich am Agnestag zwei Lämmer gesegnet, aus deren Wolle die Pallien für die Erzbischöfe gefertigt werden.

Namensbedeutung

Agnes bedeutet "die Keusche" oder "die Reine" (griechisch). Agnes wird auch von dem lateinischen Wort für "Lamm" abgeleitet.

Namensableitungen

Von 'Agnes' können folgende Namen abgeleitet werden: Agnesa, Agnese, Agneta, Agnita, Agna, Ines, Nesa, Nete.

Darstellung

Agnes wird oft dargestellt als Braut Christi. Meist wird sie mit einem Lamm abgebildet, was auf die Ähnlichkeit ihres Namens mit dem lateinischen Wort für Lamm zurückzuführen ist oder auch auf das Lamm als Symbol der fleckenlosen Reinheit. Andere Darstellungen zeigen sie ganz von ihren langen Haaren umhüllt, weil sie ihrer Kleider beraubt worden sein soll. Des Weiteren zeigen andere Abbildungen sie auf dem Scheiterhaufen liegend zwischen Flammen, die sich nicht verbrennen.

Patronin

Agnes ist Patronin der Keuschheit, der Jungfrauen, der Gärtner und der Kinder.

Text: Heike Harbecke, Januar 2004

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