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09.09.2010
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Aus dem kirchensite.de-Archiv
Die Herrschaft der Widertäufer in Münster zeigt, wie verheerend es sichauswirkt, wenn Fundamentalismus undFanatismus den Namen Gottesmissbrauchen.

Geistlicher Impuls:

Keine Fluchtins Jenseits

Wir kennen die Aufteilung der 10 Gebote auf zwei Gesetzestafeln. Die erste Tafel enthält die ersten drei Gebote, die das Verhältnis des Menschen zu Gott zum Inhalt haben.

Das erste Gebot spricht vom Vorrang Gottes. "Du sollst neben mir keine anderen Götter haben. Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde. Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott"
(Ex 20, 3–5).

"Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." Wir haben es erlebt, wie unheilvoll es sein kann, wenn andere Herren und Mächte sich an die erste Stelle, an die Stelle Gottes setzen. In der Zeit des Nationalsozialismus war es die Ideologie der Rasse, die Konsequenz: Millionen von Toten, Millionen von Ermordeten.

Im marxistisch beherrschten Machtbereich war es die Ideologie der Klasse, die Konsequenz: Millionen von Toten, Millionen von Ermordeten.

Wir haben es erlebt, wie die Ideologie des Volkes und der Nation zu so genannten ethnischen Säuberungen führt, die mit unvorstellbarer Grausamkeit und unmenschlicher Brutalität blutige Spuren durch das Land ziehen.

Auch der Gedanke des Nutzens und der Leistung kann so sehr beherrschend werden in einem Staat und in einer Gesellschaft, dass man glaubt, ihnen lebendige Menschen zum Opfer bringen zu dürfen. Denken wir nur an die Tötung unheilbar kranker Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus oder denken wir an die Ausbeutung vieler Menschen, damit wenige einen Nutzen davon haben und im Wohlstand leben können.

Die Aussage des ersten Gebotes, dass Gott allein der Herr ist, führt zu einer Entmythologisierung aller Heilbringer, seien es Diktatoren, Parteien, Ideologien oder Wirtschaftssysteme. Nicht sie bringen den Menschen das Heil und das Paradies, so verlockend ihre Versprechungen auch sein mögen.

Man wirft uns Christen bisweilen vor, dass der Blick auf Gott uns dazu verführe, die Erde und die Menschen auf ihr zu vergessen, dass unser Glaube an Gott uns auf ein fernes Jenseits vertröste und dass wir der gegenwärtigen Not der Menschen gegenüber dadurch gleichgültig würden. Doch führt uns der Blick auf Gott nicht zur Flucht ins Jenseits und zur Abwertung des irdischen Lebens. Der Glaube an den Gott der Bibel, der für die Menschen da ist, wie es in seinem Namen Jahwe zum Ausdruck kommt, führt vielmehr zum Einsatz für eine Vermenschlichung der Welt im Sinne des menschenfreundlichen Gottes.

Das zweite Gebot mahnt: "Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen" (Ex 20,7). Wie verheerend es sich auswirkt, wenn Fundamentalismus und Fanatismus den Namen Gottes missbrauchen, zeigt die Herrschaft der Widertäufer in Münster. Es ist ein Missbrauch des Namens Gottes, wenn unsoziale Zustände, z. B. Sklaverei und unterschiedliche Behandlung von Rassen, unter Berufung darauf, dass sie von Gott gewollt sind, gerechtfertigt werden. Es ist ein Missbrauch des Namens Gottes, wenn er für Kriege und revolutionäre Bewegungen in Anspruch genommen wird.

Ehrfurcht vor dem Namen Gottes: Es tut uns weh, wenn heute bisweilen in aller Öffentlichkeit der Name Gottes und das, was religiösen Menschen heilig ist, verunglimpft und in den Schmutz gezogen wird. Solche Intoleranz dient nicht dem Frieden und dem guten Miteinander der Menschen.

Autor: Bischof Dr. Reinhard Lettmann, August 2003

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- Lebensräume des Menschen
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Seligsprechung in Münster

Am Sonntag (19.09.2010) wird Kaplan Gerhard Hirschfelder in Münster selig gesprochen.

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Die Bibelarbeiten befassen sich mit Schriftstellen aus dem Alten und Neuen Testament und eignen sich für die Gemeindearbeit und für die persönliche Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift.

Glaubenswissen

Ehe: Zeichen der Liebe Christi zu den Menschen.

Drei neue Weihbischöfe

Dieter Geerlings, Christoph Hegge und Wilfried Theising haben sich sehr über die zahlreichen Glückwünsche zu ihrer Ernennung in kirchensite.de gefreut.

Priesterseminar Borromaeum

Eine bunte Palette junger Männer auf dem Weg zum Priesterberuf.

Orden und Gemeinschaften

Eine Vielfalt von Orden und Neuen Geistlichen Gemeinschaften belebt das Glaubensleben im Bistum Münster.

Leitlinien

Bischöfe verschärfen Richtlinien bei sexuellem Missbrauch

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9. September: Maria Euthymia

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Wir beten für Sie!

Schönstatt-Au in Borken.

Geistlicher Impuls

Vor dem Spiegel der Ewigkeit

Regionen des Bistums

Coesfeld – Recklinghausen.

Kirche von A bis Z

Sonntagsgebot: "Weil ein Christ nicht ohne kann".

Christusmeditation

Christus, ich schaue Dich an.

Glaubens-ABC

Marienverehrung: Immer mehr Christen entdecken in Maria die "Schwester im Glauben".

Mariengedenken im September

Im September liegen mehrere wichtige Feiertage zu Ehren Mariens.

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Billerbeck: Hier starb im März 809 der heilige Liudger, der erste Bischof von Münster.

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Dann geh und handle genauso! - Die Beispielgeschichte vom barmherzigen Samariter.

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Heiligenlexikon

Am 29. September begeht die Kirche das Fest der drei Erzengel Michael, Gabriel und Raphael.

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