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29.05.2016
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Overbeck: Seit 200 Jahren haben die Clemensschwestern durch ihren Dienst an den Nächsten die Barmherzigkeit Gottes in der Welt sichtbar werden lassen.

Festgottesdienst zum 200. Gründungstag der Clemensschwestern

Die Seligpreisungen als "Lebens-Leitfaden"

Bistum. Der Kelch des Ordensgründers stand auf dem Altar: In der Mutterhauskirche der Clemensschwestern beging die Gemeinschaft am Allerheiligentag (01.11.2008) mit einem Pontifikalamt, das Diözesanadministrator Weihbischof Franz-Josef Overbeck zelebrierte, den 200. Gründungstag ihres Ordens. Anschließend trafen sich die Schwestern mit zahlreichen Gästen zu einem Festakt in der Halle Münsterland.

"Was mögen die ersten fünf Schwestern vor genau 200 Jahren an diesem Tag gemacht haben?", fragte Weihbischof Overbeck und gab darauf die Antwort, die ihm Generaloberin Schwester Christel Grondmann zuvor genannt hatte: "Die werden gearbeitet haben, ganz normal."

Selbstverständlichkeit des Daseins für andere

Auf dem Gedanken an diese Selbstverständlichkeit des Daseins für andere basierte auch die Predigt des Diözesanadministrators, der mit Bischof em. Reinhard Lettmann, Prälat Norbert Kleyboldt, Spiritual Paul Hövels, Pater Winfried Cramer konzelebrierte. Er übersetzte die Seligpreisungen der Bergpredigt in den Alltag und die Lebenswirklichkeit der Schwesterngemeinschaft, die seit ihrer Gründung 1808 durch den damaligen Kapitularvikar Clemens August Freiherr Droste zu Vischering sozial-caritativ tätig sind.

Festgottesdienst
Mit dem Diözesanadministrator feierten Bischof em. Lettmann, Prälat Kleyboldt, Spiritual Hövels, Pater Cramer den Festgottesdienst in der überfüllten Mutterhauskirche.

Die Schwestern, die ihr Jubiläumsjahr unter das Motto "Barmherzigkeit verändert" gestellt haben, hätten seit 200 Jahren durch ihren Dienst an den Nächsten die Barmherzigkeit Gottes in der Welt sichtbar werden lassen. Dafür gebühre ihnen der Dank des Bistums und der ganzen Kirche. "Im Licht der Seligpreisungen wird vieles lebendig, was die Arbeit der Barmherzigen Schwestern von der allerseligsten Jungfrau und schmerzhaften Mutter Maria ausmache", sagte Overbeck.

Den Blick auf Jesu Weg der Barmherzigkeit richten

Zu Versöhnung und Ausgleich beizutragen, den Blick auf Jesu Weg der Barmherzigkeit zu richten und aus der Überzeugung zu leben, dass Gott alles Menschliche – Trauer, Armut, Gewalt und Hunger und Durst nach Gerechtigkeit - in ein neues, göttliches Licht tauche, das sei Aufgabe aller Christen. In der Nachfolge Jesu, in der Hinwendung zu den Leidenden und denen am Rande werde dies als Lebensziel der Ordensfrauen besonders sichtbar.

Eine, die die "Göttliche Barmherzigkeit zu ihrem Lebensprogramm" gemacht habe, sei die selige Schwester Maria Euthymia gewesen. Sie habe gezeigt, wie Gottes Gnade das Herz der Menschen anrühre. Ihr Wahlspruch "Alles für den großen Gott" beschloss denn auch die Ansprache des Weihbischofs. Auch in den Fürbitten wurden die Seligpreisungen als "Leitfaden für das Leben" zwischen Gott und dem Nächsten beeindruckend in Leben und Arbeit der Schwestern übersetzt.

Text: Heike Hänscheid / Fotos: Michael Bönte, 01.11.2008

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(mit mehr Bildern von den Feiern):
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