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24.07.2016
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Aus dem kirchensite.de-Archiv

Pastoralkonzept in Münster

Zwei Kirchen stehen zur Disposition

Münster. Im Zuge der Neustrukturierung der Seelsorge in der Stadt Münster ist jetzt über die zukünftige Nutzung und Funktion von einigen Kirchen im Stadtgebiet entschieden worden. Nach Informationen des Bischöflichen Generalvikariats in Münster stehen demzufolge in nächster Zeit die beiden Kirchen St. Elisabeth an der Hamburger Straße und St. Sebastian an der Hammer Straße zur Disposition.

So hat die Bistumsleitung beschlossen, dass die St.-Antonius-Kirche an der Weseler Straße in Zukunft von der polnischen Gemeinde genutzt werden könne. Der Pastoralplan für die Stadt Münster sieht vor, dass die Gemeinde St. Antonius mit der Gemeinde St. Joseph an der Hammer Straße fusioniert. Außerdem werde nach einer Möglichkeit gesucht, die Antonius-Kirche weiteren anderssprachigen Gemeinden in Münster zur Verfügung zu stellen.

Neue Heimat für polnische Gemeinde?

Die polnische Gemeinde ist zurzeit in der Elisabeth-Kirche beheimatet, die zur Gemeinde Herz Jesu und St. Elisabeth gehört. Falls sie das Angebot annehme, die Antonius-Kirche zu nutzen, stünde folglich die St.-Elisabeth-Kirche "zur Disposition", sagte der Leiter der Fachstelle Kirchensteuerverwaltung, Meldewesen und Territoriale Ordnung im Bischöflichen Generalvikariat, Elmar Niclas, am Mittwoch (11.04.2007) im Gespräch mit "kirchensite.de". Was das genau bedeute, sei noch im Gespräch. Auch der Standort St. Sebastian an der Hammer Straße ist betroffen: Nach der Fusion der Gemeinde mit Heilig Geist, für die zurzeit noch kein Termin feststehe, würde die Kirche ebenfalls nicht mehr von der Pfarrei genutzt.

Eine weitere Entscheidung fiel für die Gemeinden St. Konrad, St. Margareta und St. Mariä Himmelfahrt (Dyckburg): Nach der Fusion zur neuen Pfarrgemeinde St. Benedikt an Pfingsten dieses Jahres soll die Kirche St. Konrad Pfarrkirche sein. St. Margareta und St. Mariä Himmelfahrt werden zu Filialkirchen. 

Der Universität Münster habe man das Angebot gemacht, für studentische Gottesdienste die Überwasserkirche zu nutzen, nachdem die Gemeinde mit St. Michael in Gievenbeck fusioniert ist. Derzeit wird dafür die Dominikanerkirche verwendet. Dabei dürfe der Altarraum der Kirche jedoch nicht verändert werden. Alternativ könne die Universität die St.-Martini-Kirche nutzen, die bereits als Jugendkirche verwendet wird.

Sorgen und Nöte klären

Die Beschlüsse seien den betroffenen Seelsorgern, Kirchenvorständen und Pfarrgemeinderäten in den vergangenen Tagen mitgeteilt worden, sagte Niclas. Jetzt warte er auf Reaktionen der Gemeinden, um zu klären, wo es Sorgen und Nöten gebe und dann weitere Gespräche führen zu können. Die jetzt gefassten Beschlüsse seien Teil eines "Prozesses, der ständig im Fluss ist", sagte Niclas.

Im März 2006 wurde für die Stadt Münster ein Pastoralplan in Kraft gesetzt. Er sieht vor, dass aus den damals 36 Gemeinden in der Stadt durch Fusion oder dem Zusammenschluss zu Seelsorgeeinheiten bis zum 31.12.2007 zwölf pastorale Einheiten gebildet werden.

Text: Almud Schricke, 12.04.2007

Lesen Sie außerdem in "kirchensite.de":
- Pastoralplan für Münster in Kraft gesetzt (09.03.2006)
- Pastoralplan für die Stadt Münster (17.10.2005)
- Schwerpunktthema Gemeindekooperation

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