Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles  >  Fracking-Gegner sehen Gefahren für Umwelt und Gesundheit
17.11.2018
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Manfred Scholle, Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen und früherer Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG, hält Fracking für unverantwortlich.
Manfred Scholle, Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen und früherer Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG, hält Fracking für unverantwortlich.

Ablehnung auf Breiter Front

Fracking-Gegner sehen Gefahren für Umwelt und Gesundheit

Borken/Nordwalde/Drensteinfurt. In den vergangenen Monaten haben vor allem die Bürgerinitiativen in Borken, Nordwalde und Drensteinfurt auf die Gefährdungen der Fracking-Technik aufmerksam gemacht. Auch die Kirchen reihen sich in den Protest ein und fordern einen Bohr-Stopp.

Es war ein guter Tag für die Bürgerinitiativen gegen Fracking, als das Land Nordrhein-Westfalen im November 2011 entschied, bis zum Vorliegen unabhängiger Gutachten keine Fracking-Bohrungen zu genehmigen. In Nordrhein-Westfalen wollen große Energiefirmen Erdgas aus Schiefergestein gewinnen. Für insgesamt 18.000 Quadratkilometer hatten sie bereits eine Genehmigung für das Aufsuchen erhalten.

Bereits 20 Bergbauberechtigungen zum Aufsuchen von unkonventionellem Erdgas hatte die Bezirksregierung Arnsberg erteilt, weitere sind bislang in Nordwalde, Borken und Drensteinfurt geplant. Dort gründeten sich Bürgerinitaitiven, die sich vehement gegen die Fracking-Probebohrungen aussprechen. Rückendeckung bekamen die Initiativen von Kommunalpolitikern und Kirchenvertretern, unter anderem von der Evangelischen Kirche von Westfalen, deren Landessynode Fracking als Methode der Erdgasgewinnung ablehnt.

"Diese Technik ist unverantwortlich. Sie ist eine Gefahr für Leib und Leben. Das gilt für uns und für nachfolgende Generationen. Denken wir an die Ruhr und an den Halterner Stausee, die zusammen Trinkwasser für fünf Millionen Menschen liefern. Ohne eine objektive Umweltverträglichkeitsprüfung darf es kein Fracking geben", meint Manfred Scholle, Mitglied der evangelischen Kirchenleitung von Westfalen und früherer Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG. Nach Ansicht der Westfälischen Landeskirche verbraucht Fracking viel mehr Fläche als die konventionelle Gasförderung. Auch fallen große Mengen an Abwasser an, dessen Reinigung nicht in herkömmlichen Kläranlagen erfolgen kann. Die Borkener Bürgerinitiative "Gegen Gasbohren" sieht neben den Umweltbelastungen auch die Wirtschaftlichkeit für nicht gegeben an und stellt sich die Frage, ob sich der Aufwand bei den zu erwartenden geringen Gasmengen überhaupt lohnt: "Es drängt sich das Bild einer trockenen Zitrone auf, der mit erheblichem technischem beziehungsweise finanziellem Aufwand  noch einige Tropfen abgepresst werden sollen. Diese Mengen werden unsere Energiebilanz nicht entscheidend verbessern. Wäre es deshalb nicht vernünftiger, das Geld in die Erforschung und Entwicklung zukunftsträchtiger erneuerbarer Energiequellen zu investieren und dabei zugleich die Umwelt im Münsterland zu schonen?"

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. undefinedInterview mit Thomas Kamp-Deister, Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten (30.04.2012)
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDrensteinfurter Protest (30.04.2012)
  3. undefinedDiözesankomitee stößt Diskussion zum Thema "Fracking" an (29.01.2012)

Text: Johannes Bernard | Foto: ekvw in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
30.04.2012

Das Evangelium hören

Service für Sie

Facebook

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web


Anzeigen-Sonderthema


Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand