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28.09.2016
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"Dem Heiligen begegnen": Liturgie beim Eucharistischen Kongress in Köln. Auch dieses Treffen im Juni war Teil des Dialogprozesses.

"Dem Heiligen begegnen": Liturgie beim Eucharistischen Kongress in Köln. Auch dieses Treffen im Juni war Teil des Dialogprozesses.

Drittes Treffen der bundesweiten Gesprächsinitiative in Stuttgart

Dialogprozess nimmt Liturgie in den Blick

Stuttgart. Mannheim 2011, Hannover 2012 und jetzt Stuttgart: Am Freitag und Samstag (13. / 14.09.2013) steht das dritte Treffen im Rahmen der Dialoginitiative der katholischen Kirche in der Bundesrepublik an. Offiziell geht es für die rund 300 Vertreter aus Diözesen, Verbänden, Orden und geistlichen Gemeinschaften dabei um Liturgie als einen der drei Grundvollzüge christlichen Lebens.

Erklärend heißt es dazu: "Der Gesprächsprozess ist ein geistlicher Prozess, bei dem bis zum Jahr 2015 aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nachgegangen werden soll, vor welchen Herausforderungen die Kirche in ihren wesentlichen Selbstvollzügen steht und welcher Bezug dabei zu den richtungsweisenden Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils existiert."

Erste Zwischenbilanz?

Das Stuttgarter Treffen steht zeitlich in der Mitte des von Erzbischof Robert Zollitsch, Vorsitzender der Bischofskonferenz, initiierten Dialogprozesses und dürfte deshalb auch Ort einer Zwischenbilanz sein, bei der der bisherige Weg reflektiert und die Chancen für die kommende Phase bis 2015 ausgelotet werden.

Für Alois Glück, den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), steht indes bereits jetzt fest, dass sich der Dialog lohnt: "Die Gesprächskultur ist heute eine andere, früher tabuisierte Themen können angesprochen werden." Das sei für die innere Lebendigkeit der Kirche von großer Bedeutung. Vor zwei, drei Jahren sei der "Wunsch Nummer eins eine angstfreie Kommunikation" gewesen – "eine alarmierende Situationsbeschreibung", die inzwischen überwunden sei.

Doch inzwischen hat sich auch die kirchliche Großwetterlage verändert. Papst Benedikt XVI. ist zurückgetreten, mit dem Argentinier Jorge Mario Bergoglio erstmals ein Lateinamerikaner Papst. Glück sieht denn auch in der Wahl von Franziskus einen Schub für die gesamte Gesprächsinitiative: "Papst Franziskus spricht häufig von der Notwendigkeit des Dialogs. Er benennt offensiv Themen und Aufgaben." Gerade die katholischen Laien, die unter Benedikt XVI. eher als romkritisch gelten durften, fordern nun die Bischöfe auf, in die Ewige Stadt zu blicken und Impulse des neuen Papstes aufzugreifen. Der Vorwurf, dass die deutsche Kirche zu romhörig sei, scheint erstmal der Vergangenheit anzugehören.

Aufbruch durch Liturgie

Nach der ersten Standortbestimmung in Mannheim und dem Schwerpunkt Diakonie in Hannover wird sich das dritte Delegiertentreffen in Stuttgart mit dem Thema Liturgie befassen: "Dem Heiligen begegnen – heute Gott verehren." Was sich zunächst ein wenig theologisch-theoretisch anhören mag, birgt auf den zweiten Blick einiges an Brisanz: Wie können sich in der Liturgie Aufbruch und Erneuerung des kirchlichen Lebens zeigen?

Vor dem Hintergrund der Glaubwürdigkeits- und Vertrauenskrise nach dem Missbrauchsskandal versteht sich der Dialogprozess als Weg aus diesen schwierigen Zeiten. Daher sollen sich Bischöfe, Priester und Laien beim Treffen in Stuttgart auch fragen: "Wie kommt die Welt in die Liturgie?" Und wie werden alle Gläubigen "tätig" beteiligt?

Eine gewisse Skepsis schwingt mit, wenn Alois Glück über den Abschluss des 2010 von der Bischofskonferenz beschlossenen fünfjährigen Prozesses spricht. Zwar sei Vertrauen gewachsen und es gebe viele hoffnungsvolle Ansätze in den Bistümern, doch die Gefahr einer "Welle der Enttäuschung" sei noch nicht gebannt. Am Ende der Dialoginitiative müsse es konkrete Ergebnisse geben.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Dialogprozess zur Zukunft der Kirche in Deutschland
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Eucharistie

Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, mn | Foto: Markus Nolte in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
11.09.2013

    1. Übersicht: Dialogprozess zur Zukunft der deutschen Kirche

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