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Seite: Fragen + Glauben
28.04.2017
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In die gleiche Richtung rudern

Zwei Personen, die in die gleiche Richtung rudern.

Bibelarbeit zum Philemonbrief

Paulus und Onesimus: Freundschaft, die Grenzen sprengt

Der Philemonbrief

Mal Hand aufs Herz: Wenn Sie in Ihren Freundes- und Bekanntenkreis schauen, wie viele Freunde/Bekannte haben Sie, die nicht zur gleichen sozialen Schicht wie Sie selbst gehören, die nicht in etwa den gleichen Bildungsgrad und ein etwa gleiches Lebensalter aufweisen, die nicht politisch und/oder religiös ähnliche Meinungen und Überzeugungen vertreten? Sind es viele oder überwiegen bei weitem Freundschaften und Beziehungen, die entlang und nicht quer zu den sozialen Grenzen der Gesellschaft verlaufen? Gesellt sich bei Ihnen "Gleich und Gleich" – und Gleichheit gehört ganz wesentlich zur Freundschaft – eben auch gern oder leben Sie nach dem Motto: "Gegensätze ziehen sich an!"? Wir vermuten, dass Letzteres tendenziell eher selten und Ersteres der Normalfall ist, jedenfalls gilt das für das hier schreibende Autorenduo.

Freundschaft, die wirklich über harte soziale Grenzen hinweggeht, diese in einer konkreten Beziehung sprengt, ist eine Seltenheit – nicht nur heute, sondern auch zur Zeit des NT. Auch hier gilt: Gleich und Gleich gesellt sich wesentlich öfter gern, als dass ein armer Schlucker zum Freund des reichen Senators oder Kaufmanns wird. Das gilt, sieht man von Ausnahmen ab, für Griechen genauso wie für Römer oder Juden. Von daher lässt aufhorchen, was Paulus im Philemonbrief (Phlm) pointiert formuliert: Da soll einer zum "geliebten Bruder" des anderen werden, obwohl er der Sklave eben jenes anderen ist – eine neue Beziehung soll von beiden Seiten her entstehen, die über das bisherige "Arbeitsverhältnis" weit hinausgeht und dieses hinter sich lässt. Eine Beziehung, die Grenzen sprengt, dafür argumentiert und ficht Paulus im Phlm, dem kürzesten seiner Briefe im NT, entstanden entweder Mitte der 50er (Entstehungsort ist dann Ephesus) oder Anfang der 60er Jahre (dann in Rom verfasst) des 1. Jh. n. Chr. Dieser Brief, der aufgrund seiner übersichtlichen Länge die Chance bietet, als ganzer Text gelesen und wahrgenommen zu werden, ist gewiss ein ungewöhnliches und herausforderndes biblisches Zeugnis visionärer und hoffentlich gelebter Freundschaft. Schauen wir uns das genauer an.

1. Wenn aus Sklaven und Herren Brüder und Freunde werden – Der Philemonbrief kurz auf den Punkt gebracht

Will man den Inhalt des Phlm fürs Erste zusammenfassen, dann orientiert man sich am besten an den beteiligten Personen. Im Phlm wendet sich Paulus (vor allem, aber nicht ausschließlich) an Philemon, einen begüterten Christen, der vermutlich durch die Mission des Paulus Christ geworden ist. Eben jenem Philemon ist aus vorerst noch undurchsichtigen Gründen sein Sklave Onesimus abhanden gekommen. Dieser hat sich, mit welcher Absicht auch immer, zu Paulus begeben, der seinerseits gegenwärtig im Gefängnis sitzt, und ist selbst Christ geworden (V. 10). Für Onesimus tritt Paulus nun bei Philemon, also beim Herrn und Besitzer des Sklaven Onesimus ein. Was er dabei exakt erreichen will, liegt vorerst noch im Dunkeln. In jedem Fall aber soll Philemon seinen Sklaven nicht mehr wie einen Sklaven achten und behandeln, sondern wie einen "geliebten Bruder" (V. 16), ja wie er Paulus selbst achten und ehren würde (V. 17) – und zwar nicht nur, um die eigenwillige Gegenüberstellung in V. 16 aufzulösen, "im Herrn", also innerhalb der Sondersituation der christlichen Gemeinde (vielleicht gar nur beim Gottesdienst?), sondern auch "im Fleisch", also im ganz gewöhnlichen Alltag. Das ist dann tatsächlich eine Freundschaft/eine Beziehung, die soziale Grenzen sprengt, mehr noch: aushebelt und einebnet. Aus einem Sklaven wird ein Bruder und Freund, ein überraschendes und wunderbares Beispiel für Freundschaften in der Bibel.

2. Der Brief: "das Gespräch voneinander getrennter Freunde" (Cicero) – Gattung und Text

Die "Ratschläge und Bitten" an Philemon in Sachen Onesimus kleidet Paulus in die literarische Form eines Briefes. Das ist in der Antike das Kommunikationsmittel schlechthin, wenn ein direkter Kontakt zwischen Briefautor und Briefempfänger – wie eben auch in diesem Fall – nicht möglich ist, wenn räumliche Distanzen überwunden werden müssen. Dabei ist der Aufbau, die Struktur eines Briefes in der Antike relativ fest im Sinne einer literarischen Gattung vorgegeben. Wie auch in unseren Zeiten (man denke nur an das Anschreiben bei einer Bewerbung) gibt es literarische Konventionen, Gattungsvorgaben, an die man sich zu halten hat. Ein antiker Brief ist in der Regel dreiteilig aufgebaut: auf den Briefeingang folgt das Briefkorpus und schließlich der Briefschluss.

Der Briefeingang lässt sich dabei in das Präskript (wer schreibt wem, Grußformel) und das Proömium (der Ort für gute Wünsche, evtl. Dank und Freudenäußerung) untergliedern. Auch im Phlm finden sich diese klassischen Vorgaben umgesetzt. Der Briefeingang umfasst hier die V. 1–7 (in der Übersetzung des Münchener Neuen Testaments):

Briefeingang
Präskript
1 Paulus, Gefangener (des) Christus Jesus, und Timotheus, der Bruder, Philemon, dem Geliebten und unserem Mitarbeiter, 2 und Apphia, der Schwester, und Archippus, unserem Mitkämpfer, und der Gemeinde in deinem Hause; 3 Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und (dem) Herrn Jesus Christus.

Proömium
4 Ich danke meinem Gott allzeit, deiner Gedenken machend bei meinen Gebeten, 5 hörend von dir die Liebe und den Glauben, den du hast an den Herrn Jesus und zu allen Heiligen, 6 auf dass deine Gemeinschaft des Glaubens wirksam werde in Erkenntnis alles Guten, das in uns (ist), auf Christus (hin). 7 Denn viel Freude hatte ich und Ermutigung an deiner Liebe, weil das Innerste der Heiligen beruhigt worden ist durch dich, Bruder.

Gattungsgemäß stellt sich Paulus im Präskript gemeinsam mit Timotheus, "dem Bruder", als Absender des Briefes selbst vor und nennt dann den bzw. die Empfänger des Briefes (im Dativ): Philemon, nach dem der Brief benannt worden ist, Apphia, Archippus und die ganze Gemeinde im Haus des Philemon. In V. 3 folgt dann eine christlich gewendete Grußformel. Als Empfänger angesprochen ist, wie das der Titel des Briefes zunächst erwarten lässt, nicht nur eine Einzelperson, sondern eine ganze Hausgemeinde. Auch wenn im Laufe des Briefes dann Philemon der Hauptgesprächspartner des Paulus bleibt, so ist doch mit der Adressierung an einen größeren Kreis die Sache zwischen Philemon und Onesimus vor das Forum einer Hausgemeinde und damit in die (christliche) Öffentlichkeit gebracht. Das ist argumentationsstrategisch von Paulus klug gedacht und bietet für Onesimus bessere Chancen, sich auf den paulinischen Brief zu beziehen. Das Proömium präsentiert sich dann mit seinen Dankesworten, Wünschen (V. 6) und Freudenäußerungen klassisch, wobei auffällt, dass Philemon – im Sinne der rhetorischen Figur einer captatio benevolentiae, die den Empfänger durch Lob und Schmeichelei "günstig" stimmen soll – reichlich Lob erhält (V. 5.7).

Das Briefkorpus bildet den Kern eines jeden Briefes. Hier kommen die eigentlichen Sachanliegen, das Thema, der Anlass des Briefes, zur Sprache. Hier wird argumentiert, gemahnt, empfohlen, kurz: ein Ziel verfolgt. Im Phlm bilden die V. 8–20 diesen Kern, wobei sich die Verse nochmals im Blick auf ihren Inhalt feiner untergliedern lassen.

Briefkorpus
Selbstdarstellung des Paulus und Eröffnung der Bitten
8 Deshalb, viel Freimut habend in Christus, dir zu befehlen das Gebührende, 9 wegen der Liebe (viel)mehr bitte ich, als ein solcher, Paulus, ein alter Mann, jetzt aber auch Gefangener (des) Christus Jesus;

Die Bitten für Onesimus
10 ich bitte dich für mein Kind, das ich zeugte in den Fesseln, Onesimus, 11 den einst dir unbrauchbaren, jetzt aber (sowohl) dir wie mir gut brauchbaren, 12 den ich dir zurückschickte, ihn, das ist mein Innerstes; 13 den wollte ich bei mir behalten, damit anstelle deiner mir er diene in den Fesseln des Evangeliums, 14 ohne deinen Entschluss aber wollte ich nichts tun, damit nicht wie aus Zwang dein Gutes sei, sondern aus Freiwilligkeit. 15 Denn vielleicht wurde er deshalb getrennt auf Zeit, damit (auf) ewig ihn du erhältst, 16 nicht mehr wie einen Sklaven, sondern, über einen Sklaven (hinaus), als geliebten Bruder, besonders mir, um wie viel mehr aber dir, sowohl im Fleisch wie im Herrn. 17 Wenn nun mich zum Teilhaber du hast, nimm ihn auf wie mich!
Selbstverpflichtung des Paulus und Abschluss der Bitten
18 Wenn aber dir irgendein Unrecht er tat oder (etwas) schuldet, dies rechne mir an! 19 Ich, Paulus, schrieb mit meiner Hand, ich werde erstatten; damit nicht ich dir sage, dass auch du dich selbst mir schuldest. 20 Ja, Bruder, ich möchte deiner froh werden im Herrn; beruhige mein Innerstes in Christus!

Ohne Frage ist der ganze Abschnitt von den vielfältigen Bitten des Paulus an sein Gegenüber Philemon geprägt, die den ganzen Phlm als einen Bitt- und Empfehlungsbrief für Onesimus erscheinen lassen. Auffällig ist dabei, dass sich Eröffnung und Abschluss des Korpus in gewisser Weise entsprechen. In beiden Abschnitten spielt Onesimus, von dem vor allem im Mittelteil des Korpus die Rede ist, kaum eine Rolle (eine Ausnahme stellt hier V. 18 dar, weshalb dieser Vers auch zum vorhergehenden Abschnitt gerechnet werden könnte). Paulus positioniert sich vielmehr deutlich dem Adressaten Philemon gegenüber. Ihm stellt er sich in seiner gegenwärtigen Situation als bittender Gefangener vor, der gleichwohl die Autorität zum "Befehl" Philemon gegenüber hätte (V. 8f.). Und er verspricht ihm abschließend – in ökonomisch-juristische Sprache gekleidet – eventuelle "Schulden" des Onesimus zu begleichen, wobei hier insbesondere der Eigenhändigkeitsvermerk und die eigentlich unnötige Namensnennung (V. 19: "Paulus") eine förmliche antike Schuldverschreibung imitieren. Allerdings unterlässt es Paulus dann nicht, Philemon auch dezent an die eigenen "Schulden" ihm selbst gegenüber zu erinnern. Damit dürfte metaphorisch wohl auf die Christwerdung des Philemon angespielt sein, an der Paulus gewiss Anteil hat und von der her er seine Autorität abzuleiten scheint.

Dem Briefeingang analog lässt sich auch der Briefschluss in zwei Teile untergliedern: Der Epilog kann auf den Akt des Briefschreibens zurückblicken und/oder letzte Mahnungen, Bitten oder Wünsche ins Wort bringen. Im Postskript finden sich vor allem Grüße (des Absenders an die Adressaten oder an andere; Grüße von anderen an den Adressaten), manchmal Datumsangaben, Eigenhändigkeitsvermerke und letzte Wünsche. Im Phlm findet sich der Briefschluss in den V. 21–25.

Briefschluss
Epilog
21 Vertrauend deinem Gehorsam schrieb ich dir, wissend, dass auch über (das), was ich sage, (hinaus) du tun wirst. 22 Zugleich aber bereite mir auch eine Herberge! Denn ich hoffe, dass durch eure Gebete ich euch werde geschenkt werden.

Postskript
23 (Es) grüßt dich Epaphras, mein Mitgefangener in Christus Jesus, 24 Markus, Aristarchus, Demas, Lukas, meine Mitarbeiter. 25 Die Gnade des Herrn Jesus Christus (sei) mit eurem Geist.

Im mit dem Korpus dicht verzahnten Epilog blickt Paulus knapp, aber wirkungsvoll auf den gesamten Schreibakt des Briefes zurück und übt durch die Vertrauensäußerung subtil sanften Druck auf Philemon aus, im gewollten Sinne zu handeln. Mit einem Besuchswunsch schließt der Epilog ab. Die Grüße von anderen Mitgefangenen und Mitarbeitern an Philemon übermittelt Paulus im Postskript, ehe er mit einer christlich durchfärbten Wunschformel den Brief beschließt. Dabei erinnert diese Abschlussformel mit der Wendung "Gnade unseres Herrn Jesus Christus" stark an den Eröffnungsgruß in V. 3, sodass sich eine schöne Rahmung des Gesamtbriefes ergibt – dies umso mehr, da die Abschlussformel ("eurem Geist") wieder die ursprünglich angesprochene größere Gruppe (V. 2) in den Blick nimmt.

Nachdem wir uns durch die Lektüre und Gliederung des Briefes dem kurzen Text angenähert haben, bleibt eine Reihe von Fragen offen bzw. stellt sich nun allererst. Denn so ganz klar wird auf den ersten Blick nicht, worum es im Briefkorpus eigentlich geht. Natürlich, Paulus will bei Philemon etwas erreichen – aber was genau und für wen? Nur für Onesimus oder auch für sich selbst oder gar am Ende für Philemon? Und was hat Onesimus eigentlich "verbrochen"? Worin besteht das erwähnte "Unrecht" (V. 18), das Philemon durch Onesimus erlitten hat? Diesen und weiteren Fragen, die die Funktion des Phlm in den Blick nehmen, widmen sich die folgenden Abschnitte, die uns mitten hinein führen in die harte Welt antiker Sklaverei und einen Einblick in die tatsächlich revolutionäre Urkraft des frühen Christentums mit ganz konkreten Konsequenzen für den Alltag gewähren, eben: Freundschaft, die Grenzen sprengt.

3. Paulus, Onesimus, Philemon – Eine spannend-spannungsreiche Dreiecksbeziehung mit einer verbindenden Mitte

Doch ist es ein längerer Weg hin zu dieser Freundschaft, denn die Ausgangsvoraussetzungen sind alles andere als günstig, v. a. vor dem zeit- und sozialgeschichtlichen Hintergrund des 1. Jh. n. Chr. Auf den ersten Blick begegnen uns im Phlm nämlich drei Männer, die sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten angehören und von daher liegt eine sie verbindende Freundschaft nicht auf der Hand – besonders Onesimus fällt hier aus dem Rahmen. Im gesellschaftlich-politisch-religiösen Gefüge der damaligen Zeit betrachtet:

3.1. Paulus
Paulus ist ein Jude aus Tarsus (Apg 22,3). Religiös ist er umfangreich ausgebildet, was sich u. a. in seinen Briefen niederschlägt. Er ist zunächst als schriftgelehrter Pharisäer, später als christlicher Missionar religiös aktiv engagiert, außerdem sorgt er arbeitend selbst für seinen Lebensunterhalt (1 Kor 4,12) als "Zeltmacher" (Apg 18,3). Paulus gehört somit als Handwerker der Mittelschicht an und er soll nach dem Zeugnis der Apg (Apg 22,26–28) sogar das römische Bürgerrecht besessen haben, per Geburt! Letzteres deutet darauf hin, dass Paulus aus "besseren" Verhältnissen stammt.

3.2. Paulus und Philemon
Paulus und Philemon sind höchstwahrscheinlich persönlich miteinander bekannt, dafür spricht schon der sehr persönliche Ton des Briefes. Paulus kennt Philemon, er weiß um dessen Glauben und seinen liebevollen Einsatz für die "Heiligen" (Phlm 5), also die christlichen Schwestern und Brüder. Paulus schreibt folglich an einen "Bruder" (V. 7.20), einen "Geliebten" und "Mitarbeiter" (V. 1), an einen guten Freund! Von der sozialen Stellung her dürften sich Paulus und Philemon grundsätzlich ganz gut verstanden haben; die wenigen diesbezüglichen Indizien im Phlm weisen auf eine ebenfalls höhere gesellschaftliche Position von Philemon hin: Er besitzt auf jeden Fall ein Haus, wobei dieses Haus mehr gewesen sein muss als eine kleine Hütte. Immerhin trifft sich hier regelmäßig eine christliche Gemeinde (V. 2; die Größe christlicher Hausgemeinden dürfte zu dieser Zeit je nach den örtlichen Möglichkeiten zwischen 15 und 50 Mitglieder gelegen haben) und vermutlich hat Philemon als Hausherr innerhalb dieser Gemeinde eine leitende Funktion inne.

Doch ist es nicht etwa diese gesellschaftlich-soziale "Gleichrangigkeit", die Paulus und Philemon zusammengeführt hat und die sie in der Folge als "Brüder" und Freunde verbindet, sondern die verbindende Mitte zwischen beiden ist Christus, zu dem sich beide im Glauben bekennen. Ja es scheint sogar so, als habe Paulus den Philemon überhaupt erst zum christlichen Glauben bekehrt; dahingehend kann der Hinweis des Paulus, dass Philemon "sich selbst ihm schuldet" (V. 19), verstanden werden. Somit besteht ein religiöses Band zwischen Paulus und Philemon, wobei in dieser Konstellation Paulus eindeutig über die höhere Autorität verfügt: Er ist der verkündigende Apostel, dem der Bekehrte seinen Glauben verdankt, er könnte befehlen (V. 8) – tut dies aber nicht!

Stattdessen bittet Paulus (V. 9; auffällig ist auch, dass im Phlm der für die paulinischen Präskripte ansonsten so typische und Autorität beanspruchende Aposteltitel überhaupt nicht begegnet), und mit der Bitte wären wir beim Dritten im Bunde angelangt. Die Bitte des Paulus betrifft nämlich Onesimus.

3.3. Philemon und Onesimus I
Dieser Onesimus trägt einen im 1. Jh. n. Chr. verbreiteten und typischen Sklavennamen – übersetzt "der Nützliche" – und dies kennzeichnet auch bestens seinen sozial-gesellschaftlichen Stand: Onesimus  ist ein Sklave (V. 16) – und nicht irgendein Sklave, sondern ein Sklave des Briefempfängers Philemon, was erneut auf den gehobenen gesellschaftlichen Status des Philemon hinweist. Onesimus und Philemon stehen somit in einem asymmetrischen Verhältnis von Über-Unterordnung und Abhängigkeit zueinander: Philemon ist der Herr, Onesimus sein Sklave – von Freundschaft keine Spur! Dies ist aufgrund der sozialen Statusunterschiede auch nicht zu erwarten!

3.4. Onesimus
Onesimus gehört zur untersten Schicht der antiken Gesellschaft, er ist unfrei, ja er ist eigentlich gar kein Mensch, keine Person, sondern vielmehr eine "(belebte) Sache". Für die antike Gesellschaft ist von einer "Sklavenquote" von 25–50% auszugehen, wobei unterschiedliche Wege in die Sklaverei führen können: Kriegsgefangenschaft, Kidnapping/Menschenraub, Selbstversklavung aufgrund von Schulden oder man wird als Unfreier geboren. Letzteres kann für Onesimus aufgrund seines Namens erwogen werden. Sklaven zählen in der Antike zum Eigentum ihres Herrn, dem sie auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind – weitgehend rechtlos.

Da verwundert es nicht, dass Sklaven immer wieder danach trachten, die Freiheit zu erlangen. Und wenn sie nicht von ihrem Herrn freigelassen oder von anderen oder von sich selbst freigekauft werden können, dann bleibt ihnen meist nur die Flucht in die Freiheit, die aber eine unsichere und gefährdete ist. Ein so genannter fugitivus wird nämlich meist steckbrieflich oder per Headhunter gesucht, ggf. führen die Sklavenkennzeichen (geschorenes Haar, evtl. Brandzeichen) auch dazu, dass eine römische Soldatenpatrouille den Flüchtigen ergreift, bevor er sich ins Ausland oder in den Untergrund z. B. einer turbulenten Hafenstadt absetzen kann. Das Risiko eines Fluchtversuchs ist hoch: Sollte er scheitern, so drohen schlimme Strafen!

Vielleicht handelt es sich bei unserem Onesimus um einen solchen fugitivus, doch stimmt stutzig, dass er zu Paulus ins Gefängnis geht – das dürfte der letzte Ort sein, den ein entlaufener Sklave freiwillig aufsucht! Onesimus ist somit vermutlich kein flüchtiger Sklave, sondern einer, der einen Freund/Bekannten seines Herrn aufsucht, um einen Vermittler und Fürsprecher in einem aktuellen Problem-/Streitfall zu gewinnen. Von vergleichbaren Fällen berichten antike Quellen. Und da Philemon und Paulus "brüderlich" verbunden sind (siehe oben), ja Paulus in religiöser Hinsicht geradezu eine Autorität für Philemon darstellt, erscheint es aus der Perspektive von Onesimus höchst logisch und sinnvoll, genau ihn aufzusuchen, auch wenn er sich gerade im Gefängnis befindet.

(Was das genaue Problem von Onesimus ist, wird wohl für immer ein ungelöstes Rätsel der Forschung bleiben: Vielleicht hat Onesimus Ärger mit seinem Herrn bekommen, weil er sich als "Tunichtgut" und "Nichtsnutz" präsentiert – Paulus spricht mit Blick auf die Vergangenheit des Onesimus von "unbrauchbar" (V. 11). Vielleicht hat Onesimus seinem Herrn auch auf andere Weise geschadet oder eine Straftat begangen ("irgendein Unrecht", V. 18), vielleicht hat er Geld veruntreut ("schuldet", V. 18) – Letzteres könnte die Flucht oder zeitweise Abwesenheit ausgelöst oder finanziert haben. Vielleicht ist mit dem möglicherweise entstandenen Schaden auch der Arbeitsausfall gemeint, der durch die Abwesenheit des Onesimus zwangsläufig eintritt.)

3.5. Paulus und Onesimus
Onesimus kommt zu Paulus und es entwickelt sich etwas, was im antiken Kontext unerhört ist und was auch für unsere heutigen Ohren unglaublich klingt: Zwischen beiden entsteht eine "brüderliche" Beziehung, trotz der nahezu unüberwindbaren Kluft, die zwischen einem prinzipiell freien (gleichwohl sich gerade im Gefängnis befindenden) römischen Bürger (Paulus) auf der einen und einem (entlaufenen) Sklaven (Onesimus) auf der anderen Seite grundsätzlich besteht. Wie das geht? Per Bekehrung: Onesimus lässt sich von Paulus zum christlichen Glauben bekehren – in der Geburtsmetaphorik: Paulus "zeugt" Onesimus als sein "Kind" (V. 10) – und in der Folge sind beide "Brüder", ungeachtet aller Standes- und Statusunterschiede. Ja, Paulus bezeichnet Onesimus gar als sein eigenes "Innerstes", als sein eigenes "Herz" (V. 12).

3.6. Fazit
Die Dreiecksbeziehung mit Jesus Christus (Glaube an ihn) als verbindende Mitte sei noch einmal grafisch zusammengefasst:

In dieser Dreiecksbeziehung kommt neben der verbindenden Mitte Jesus Christus dem Paulus eine Schlüsselstellung als Bindeglied zu, denn Paulus ist sowohl mit Philemon als auch mit Onesimus freundschaftlich-brüderlich verbunden, wohingegen diese beiden untereinander nur eine von Über-Unterordnung geprägte "Arbeitsbeziehung" (Herr – Sklave) haben. Vor diesem Hintergrund erklärt sich, dass Paulus einen Brief an Philemon schreibt und darin für Onesimus Partei ergreift, für ihn bittend vorstellig wird.

4. Meine Freunde/Brüder seien auch deine Freunde/Brüder! – Was Paulus mit seinem Brief bezweckt oder: Philemon und Onesimus II

Paulus bittet für Onesimus, den er – entgegen der Grundregel von Dtn 23,16f. – zu seinem Herrn Philemon zurückschickt, und zwar um eine gute und wohlwollende Aufnahme. Philemon soll Onesimus als "gut brauchbar" (V. 10) erkennen und ihn – hier dürfte Philemon angesichts der Zumutung, die in der folgenden Forderung steckt, etwas geschluckt haben – "nicht mehr wie einen Sklaven, sondern, über einen Sklaven hinaus, als geliebten Bruder" (V. 16) akzeptieren. Das heißt im Klartext: Selbst wenn Onesimus formal im Status eines Sklaven verbleiben sollte, so soll er dennoch nicht mehr wie ein Sklave, sondern wie ein "Bruder" behandelt werden. Konkretes Beispiel: Herr wie Sklave liegen miteinander beim Herrenmahl zu Tisch, die Statusrollen "Herr" und "Sklave" haben keinerlei Relevanz mehr! Und Paulus scheint dies nicht nur für den Binnenraum der Gemeinde vorgeschwebt zu sein, sondern auch die alltäglichen Beziehungen sollten unter diesem freundschaftlich-brüderlichen Vorzeichen stehen: "sowohl im Fleisch wie im Herrn" (V. 16). Paulus versucht also, zwischen allen Ecken der Dreiecksbeziehung die "Brüderlichkeit" zu etablieren; er fordert von Philemon die gleiche "brüderliche" Verbundenheit gegenüber Onesimus, die dieser zu Paulus selbst hat: "Wenn nun mich zum Teilhaber du hast, nimm ihn auf wie mich!" (V. 17)

Damit erlebt die christliche "Brüderlichkeit" einen ihrer härtesten Testfälle: Nicht nur der sozial Gleichgestellte ist mein Bruder, sondern die integrierende Kraft des gemeinsamen Glaubens soll (Status-)Grenzen sprengen!

Hier wird konkret greifbar, was es bedeutet, dass durch die Taufe die Grenzen zwischen Juden und Griechen, zwischen Mann und Frau und eben auch zwischen Sklaven und Freien (Gal 2,26–28; 1 Kor 12,13) aufgehoben und überwunden sind. Auch auf die Mahlpraxis Jesu, der gerade Außenseiter (Zöllner, Prostituierte, Sünder) miteinbezogen hat, sei an dieser Stelle kurz hingewiesen. Die Bekehrung des Onesimus zum christlichen Glauben hat somit über den rein innerreligiösen Raum hinaus bedeutsame Konsequenzen: Onesimus und Philemon sind nicht mehr bzw. nicht mehr nur Sklave und Herr, sondern sie sind zuallererst "Brüder" im Herrn Jesus Christus! Dass Philemon dies akzeptiert und entsprechend lebt, kann als Hauptziel der paulinischen Argumentation ausgemacht werden.

(Dabei geht Paulus argumentativ äußerst geschickt vor: Zum einen bezieht er die christliche Öffentlichkeit der Hausgemeinde von Philemon mit ein (vgl. Präskript V. 2; Postskript V. 25), folglich hat Philemon sich zur Bitte des Paulus vor seinen Mitchristen zu verhalten; ja Paulus stellt sogar in Aussicht, dass er selbst höchstpersönlich nach dem Rechten sehen wolle (V. 22). Zum anderen überhäuft er Philemon im Proömium derartig mit Lob und dankt Gott dafür (V. 4–7), dass Philemon – will dieser die "Vorschusslorbeeren" nicht Lügen strafen – kaum anders kann, als den "Bruder" Onesimus mit christlicher Liebe in die Gemeinde aufzunehmen. Und zum dritten betont Paulus zwar, nur zu bitten und nicht zu befehlen, doch genau in dieser Formulierung und auch weiter zwischen den Zeilen lässt er durchaus seine Autorität immer wieder anklingen (vgl. V. 8f.14.19.21).)

Schlussendlich scheint Paulus, neben der brüderlichen Aufnahme des Onesimus bzw. über diese hinaus, aber noch ein weiteres Anliegen zu verfolgen, das sich in den Untertönen des Briefes entdecken lässt: Eigentlich wollte er Onesimus nämlich gerne als Diener und vermutlich als Gehilfe bei der Verkündigung des Evangeliums bei sich behalten, doch wollte er dies nicht ohne Zustimmung des Philemon tun (V. 13f. – damit hätte sich Paulus auch strafbar gemacht!), da diese "Mitarbeit" des Onesimus eine Freilassung durch Philemon voraussetzt. Wenn nun der Gehorsam des Philemon wirklich – wie von Paulus vertrauend gerühmt – die Bitte des Paulus überzuerfüllen bereit ist (V. 21), dann sollte einer Freilassung des Onesimus, damit dieser Paulus zur Hand gehen kann, nichts mehr im Wege stehen!

5. Und wie ging es weiter?! – Hypothetische Spekulationen

Ob es so gekommen ist, wissen wir allerdings nicht. Wir können nicht sagen, welche Aufnahme der vermutlich mit dem Brief des Paulus in der Hand nach Hause zurückkehrende Sklave bei seinem Herrn gefunden hat oder wie es mit Onesimus und Philemon weitergegangen ist. Mit dem Phlm halten wir eben nur die eine Seite der Kommunikation in Händen – aber immerhin. Philemon hat den Brief des Paulus also nicht einfach ins Feuer geworfen und vernichtet. Dennoch können wir über Reaktionen auf der Empfängerseite nur spekulieren. Angesichts dieser etwas unbefriedigenden Situation sind immer wieder Blicke über den Phlm hinaus geworfen worden. Ein Mann namens Onesimus begegnet nämlich auch im Kol (Kol 4,9) und zwar als Bote und Mitarbeiter des Paulus. Da erscheint es reizvoll, unseren Onesimus aus dem Phlm mit diesem Onesimus aus dem Kol zu identifizieren – und voilà: Ganz offensichtlich hat Philemon seinen ehemaligen Sklaven wirklich freigelassen, sodass dieser für Paulus frei reisend tätig sein kann. Abgesehen davon, dass der Kol vermutlich kein "echter" Paulusbrief ist (von Paulusschülern geschrieben), bleibt diese Gleichsetzung rein hypothetisch. Noch spekulativer wird es, wenn man Notizen im Brief des Ignatius von Antiochien an die Epheser (Anfang 2. Jh. n. Chr.) zu Rate zieht: Dreimal (IgnEph 1,3; 2,1; 6,2) wird ein Bischof von Ephesus namens Onesimus erwähnt. Sollte es sich um den gleichen Onesimus handeln? Dann hätte der ehemalige Sklave eine bewundernswerte Karriere hingelegt – vom Sklaven zum Bischof! Doch auch dies ist und bleibt hypothetische Spekulation, auch wenn diese Gedankenspiele nicht eines gewissen Reizes entbehren!

6. Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt – Ein Schiff mit buntgemischter Besatzung

Auch wenn wir nicht wissen, wie es mit Onesimus und Philemon in der christlichen Gemeinde weitergegangen ist, so können wir den Phlm dennoch heute mit Gewinn lesen. Er gibt uns nämlich einen spannenden Fingerzeig darauf, welche Grenzen sprengende Kraft dem christlichen Glauben von Paulus zugetraut wird. Dass er damit seinen Mitchristen einiges zumutet, dürfte mittlerweile klar geworden sein. Fakt ist natürlich, dass sich das Christentum im jeweiligen kulturell-gesellschaftlichen Kontext entfaltet hat und dass in der Antike hierzu Sklaverei wie selbstverständlich mit dazu gehörte – eine eindeutige, öffentliche Stellungnahme von christlicher Seite zur generellen Abschaffung der Sklaverei suchen wir entsprechend vergeblich! Fakt ist aber auch, dass sich sowohl bei Jesus als auch bei Paulus Spuren eines wirklich Grenzen sprengenden, geradezu revolutionären Impulses finden lassen, der vom christlichen Glauben ausgehen kann. Im anbrechenden Reich Gottes sind alle gleichermaßen zum Festmahl eingeladen, völlig unabhängig von den gängigen Grenzziehungen (Volkszugehörigkeit, Geschlecht, gesellschaftlicher Status). Und innerhalb der christlichen Gemeinde sind alle "einer" in Christus, egal ob Sklave oder Freier, Mann oder Frau, Jude oder Grieche!

Diese Grenzen überwindende sowie Menschen unterschiedlichster Herkunft verbindende Kraft des christlichen Glaubens kann und muss uns auch heute noch inspirieren und ergreifen: Zum Gemeindeschiff gehören eben nicht nur die "1.-Klasse-Passagiere", und ein "Unter-sich-bleiben-wollen" ist mit dem NT nicht vereinbar! Die "Kofferträger" und "Schiffsjungen" sind genauso meine Schwestern und Brüder mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben – und diese durch und durch egalitäre Grundverfasstheit unserer Gemeinden kann eine große Anziehungskraft entfalten, wenn sie entsprechend gelebt wird: Christliche Geschwisterlichkeit sprengt Grenzen!

7. Bausteine für eine Bibelarbeit

7.1. Der Phlm als typischer Brief – Eine formale Annäherung
Da es sich beim Phlm um einen verhältnismäßig kurzen Text im NT handelt und noch dazu um die gattungsmäßig relativ strenge Form eines Briefes, bietet sich eine formale Annäherung an.

Einstieg:
- Lied "Ruf doch mal an" (Wise Guys, Album "Radio" 2006)
- kurzes Gespräch über die unterschiedlichen Kommunikationsmöglichkeiten heute

Annäherung:
- kurzer Input zu Paulus als Briefeschreiber
- alle TN verfassen selbst einen kurzen Brief
- die selbst verfassten Briefe werden miteinander verglichen und auf diesem Wege gattungstypische Elemente identifiziert (u. a. Adresse, Anrede/Begrüßung, Gruß, Unterschrift)

Vertiefung:
- der Phlm wird als Brief ausgeteilt (am besten auf einer DIN-A-4-Seite; evtl. in einem Briefumschlag, damit der briefliche Charakter sinnfällig deutlich wird; wenn Sie möglichst nahe an die antiken Gegebenheiten herankommen wollen, dann rollen Sie die Briefseite ein und binden diese Briefrolle mit einem Faden zu) und einmal gemeinsam laut gelesen
- die TN versuchen, den Brief zu gliedern und typische Briefelemente zu erarbeiten; dabei kann es hilfreich sein, weitere Briefe als Vergleichsmaterial zu benutzen (1 Joh und 2 Joh bieten sich ob ihrer Kürze an)
- anschließend werden die Teile des antiken Briefes benannt und in ihrer Funktion kurz erläutert (siehe oben 2.)

Ausblick:
- abschließend kann der antike Briefaufbau mit heutigen Briefformen verglichen und Gemeinsamkeiten/Unterschiede festgehalten werden

7.2. Eine Dreiecksbeziehung und die Grenzen sprengende Kraft des gemeinsamen Glaubens – Eine inhaltliche Annäherung
In inhaltlicher Hinsicht ist es spannend, das Beziehungsdreieck des Briefes zu erarbeiten und auf diese Weise der Grenzen sprengenden Kraft des christlichen Glaubens auf die Spur zu kommen.

Einstieg:
- der Phlm wird gemeinsam laut gelesen

Annäherung:
- die TN markieren in Einzelarbeit alle im Brief vorkommenden/erwähnten Personen und unterscheiden zwischen Haupt- und Nebenfiguren

Vertiefung:
- die TN setzen die im Brief vorkommenden/erwähnten Personen in Gruppen-/Partnerarbeit in Beziehung zueinander und erarbeiten die Personenkonstellation des Briefes
- im Plenum werden die Überlegungen gesammelt und visualisiert (Tafel, Flip-Chart)
- gemeinsam wird das Beziehungsdreieck und das Argumentationsziel des Paulus erarbeitet (siehe oben 3. und 4.)

Ausblick:
- abschließend kann thematisiert werden, wie die diesbezügliche Situation in der eigenen Gemeinde aussieht und welche Herausforderung der Phlm auch an uns heute darstellt (siehe oben 6.)

Abschluss:
- Lied "Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt"

Buchhinweise:

Bibel heute Nr. 177 (45. Jg. 1/2009): "Der Philemonbrief".

M. Ebner, Der Philemonbrief, in: M. Ebner/S. Schreiber (Hrsg.), Einleitung in das Neue Testament (KStTh 6), Stuttgart 2008, 397–407.

J. Gnilka, Der Philemonbrief (HThK.NT), Freiburg i. Br. 1982/2002.

H.-J. Klauck, Die antike Briefliteratur und das Neue Testament. Ein Lehr- und Arbeitsbuch (UTB 2022), Paderborn 1998.

U. Schnelle, Einleitung in das Neue Testament (UTB 1830), Göttingen 62007, 165–172.

S. Schreiber, Briefliteratur im Neuen Testament, in: M. Ebner/S. Schreiber (Hrsg.), Einleitung in das Neue Testament (KStTh 6), Stuttgart 2008, 250–264.

P. Stuhlmacher, Der Brief an Philemon (EKK XVIII), Düsseldorf/Neukirchen-Vluyn 42004.

K. Wengst, Der Brief an Philemon (Theologischer Kommentar zum Neuen Testament 16), Stuttgart 2005.

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Text: Markus Lau (Universität Fribourg/Schweiz), Dr. Christian Schramm (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Katholisches Bibelwerk im Bistum Münster (Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bibelwerk.de) in Kooperation mit kirchensite – online mit dem Bistum Münster (Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.kirchensite.de) | Foto: Norbert Ortmanns, September 2010

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