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30.09.2016
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Die Christlichkeit im Umgang miteinander hört gerade im Netz nicht auf.

Klaus Nelißen bei "Kirche in WDR2"

Toleranz kann auch wehtun

Toleranz kann auch wehtun. Das habe ich mir vor kurzem gedacht, als ich einen Vortrag von Paul Tighe gehört habe. Pater Tighe ist in der katholischen Kirche nicht irgendwer. Er arbeitet im Vatikan und ist für Medienfragen zuständig, besonders für das Internet. Er hat quasi dem Papst das twittern beigebracht. Und vor kurzem war Pater Tighe in Deutschland und hat vor katholischen Medienmachern gesprochen. Am Ende seines Vortrags kam er zum Thema Toleranz. Nämlich zur Toleranz im Internet. Und er sagte den katholischen Medienmachern: "Haltet die andere Wange hin".

Worum es ihm ging? Dazu fiel mir sofort mein Mailpostfach ein, hier im katholischen Rundfunkreferat. Wenn Sie einmal sehen würden, was da manchmal an Kommentaren zu lesen ist. Klar, wenn sich heutzutage die Kirchen in den Medien äußern, zum Beispiel mit einem Impuls, wie ich ihn gerade spreche, dann bekommen sie immer wieder auch Gegenwind zu spüren. Und im Internet ist der Gegenwind besonders stark, bzw. der Ton rau. Da wird schon mal was rausgehauen, vor allem weil es ja möglich ist, anonym oder mit verdeckter Identität einen Kommentar loszulassen. Im Netz scheinen manche Menschen ihr gutes Benehmen in den Schlafmodus gestellt zu haben.

Und hier hat Pater Tighe auf einen Satz von Jesus verwiesen, der es immer schon in sich hatte: "Wenn Dir jemand auf die eine Wange schlägt, dann halte auch die andere hin." Was Jesus meint ist: Besser mal einstecken – auch wenn es weh tut, als in Aggression zu verfallen. Natürlich weiß auch Pater Tighe, dass das schwer fällt. Gerade, wenn im Netz wieder ein "Shitstorm" über die Kirche hergeht. Pater Tighe ist sich aber sicher: gerade mit ihrem Tonfall im Netz können Christen ein Zeichen setzen. Sie können zeigen, worum es Jesus ging: Nicht "Auge um Auge", sondern um Toleranz und Geduld. "Sie werden wirksamere Zeugen unseres Glaubens und unserer Hoffnung sein, wenn Sie die ‚Wahrheit in Liebe‘ aussprechen", hat Pater Tighe bei seinem Vortrag gesagt. Ich fand diese Worte bemerkenswert. Über Toleranz ganz allgemein zu sprechen, das ist ja schön und gut. Aber wirklich greifbar wird sie, wenn ich mich bewähren muss in einer Situation, wo mir ein anderer zu nahe kommt. Pater Tighe, der Mann, der dem Papst das twittern beigebracht hat, hat mir gezeigt: Die Christlichkeit im Umgang miteinander hört gerade im Netz nicht auf. Und selbst wenn das wehtut, wenn Kirche oder wenn Jesus im Netz verlacht wird, wenn er zur Witzfigur erklärt wird, was einen als Gläubigen aufregen kann, dann gilt doch für einen Christen immer noch dies: Haltet die andere Wange hin.

Der Autor:

Klaus Nelißen ist Pastoralreferent des Bistums Münster und einer von zwei Rundfunkbeauftragten der Katholischen Kirche beim WDR in Köln.

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Text: Klaus Nelißen | Foto: Michael Bönte
Mit freundlicher Genehmigung des Katholischen Rundfunkreferats beim WDR
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