
Darstellung des Propheten Jesaja.
Geistlicher Impuls im Advent (1)
Hoffen
Was fällt euch beim Stichwort Advent ein? Sicher denkt ihr an Glühwein und Kerzenschein - Weihnachtsmarkt und Spekulatius. Sobald ich in diesen Tagen in die Stadt gehe, umfängt mich der Duft von Kerzen und Zimt, dazu erklingen Adventslieder in verschiedenen Variationen – eine stimmungsvolle Zeit.
Das ist Advent, aber zugleich ist Advent noch viel mehr. Advent erinnert daran, dass wir Menschen zum Leben nicht nur Essen und Trinken brauchen, sondern auch Worte der Hoffnung. Darum können wir jedes Jahr von neuem Advent feiern, denn Hoffnungsworte können wir nicht genug hören.
Jeder lebt von kleinen Hoffnungen. Ich hoffe, dass ich den Zug nicht verpasse, dass die Klassenarbeit gut ausfällt oder dass ich rechtzeitig alle Geschenke fertig habe. Für diese kleinen Hoffnungen kann ich selbst eine ganze Menge tun. Nicht trödeln, ausreichend Lernen und eine gute Planung schaffen da Abhilfe.
Aber wie ist es mit den großen Hoffnungen in meinem Leben? Mit Millionen anderer Menschen sehne ich mich nach Frieden und Gerechtigkeit. Ich hoffe auf ein Leben in Freiheit und Geschwisterlichkeit für alle Völker dieser Erde.
Worte der Hoffnung kenne ich vor allem aus der Bibel. Die Propheten sind Spezialisten dafür. Einer von ihnen ist Jesaja. Er sagt den Menschen, dass Gott sie nicht im Stich lässt. Sein Wort der Hoffnung lautet: "Ein Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht…Denn uns ist ein Kind geboren. Der Fürst des Friedens. Seine Herrschaft ist groß und der Friede hat kein Ende."
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