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25.05.2012
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Liebe in Wahrheit.

"Liebe ist die Sehbedingung und die treibende Kraft für die Verwirklichung der Gerechtigkeit und des Lebens, das Gott für uns will."

Weihbischof Overbeck zur Wirtschaftskrise

Liebe in Wahrheit

Papst Benedikt XVI. hat eine neue Sozialenzyklika veröffentlicht, die unter dem Titel steht "Caritas in veritate", zu deutsch "Liebe in Wahrheit". Es geht ihm darum, die Bestimmung des Menschen und seiner gesamten gesellschaftlichen und sonstigen Bezüge von der Geschichte Gottes mit uns Menschen her zu begreifen. Gott, der die Liebe ist, macht den Menschen liebesfähig und ruft ihn auf, diese Liebe in Wahrheit zu leben und zu gestalten. Hier bündelt sich, dass der Mensch frei ist, dass zur Verwirklichung der Freiheit Gerechtigkeit gehört, dass der Mensch Verantwortung trägt und zu Solidarität aufgerufen ist. Er soll das ihm Mögliche tun und sich nicht verweigern. Es ist ihm unbedingt aufgetragen, jeden Menschen mit seiner Würde als Person zu begreifen. Wo das geschieht, da wird Liebe konkret, da erhält die Wahrheit ihr Gesicht und Profil.

Für uns Christen ist der Maßstab eines solchen Handelns Jesus selbst. In Jesus ist Gottes Liebe unter uns gegenwärtig, in ihm die Wahrheit Gottes für uns Menschen ausgesprochen. Das einfache Ziel aller kirchlichen Moral- und Soziallehre liegt darin, die Liebe, die Gott ist, zu leben. Sie ist nichts anderes als der Ausdruck dessen, was uns das Evangelium sagt. Gottesliebe und Nächstenliebe gehören unteilbar zusammen. Liebe ist die Sehbedingung und die treibende Kraft für die Verwirklichung der Gerechtigkeit und des Lebens, das Gott für uns will.

Für Jesus kommt es vor allen Dingen darauf an, im Licht des Liebesgebotes das Leben zu gestalten. Darum zeigt er auf, was möglich ist, wenn der Mensch auf die ihm endgültig geoffenbarte Liebe Gottes mit aller Konsequenz antwortet. Das schließlich bis zur Feindesliebe gesteigerte Ethos der Christen ist eines der wesentlichen Unterscheidungsmerkmale, das seit 2000 Jahren zur Kirche gehört. Die Hilfe für die Armen und die Speisung der Bedürftigen, die Unterstützung von Kranken und Schwachen ist für die Kirche die Probe aufs Exempel. Dass schließlich in der frühen Kirche Diakone zum Dienst an den Tischen bestimmt wurden, wie die Apostelgeschichte es beschreibt (vgl. Apg 6,1-7), zeigt, wie wichtig die Institutionalisierung der Caritas, der Nächstenliebe ist.

Christliche Lebensform

In den Seligpreisungen der Bergpredigt Jesu ist unüberbietbar zusammengefasst, was, wir Christen zu unserer Lebensform machen sollen? Diese provoziert und ruft uns heraus, gerade in den konkreten gesellschaftlichen und politischen Umständen, in denen wir heute leben: "Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig, die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.Selig, die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit Willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt." (Mt 5,3-12) Hier ist auf den Punkt gebracht, woraus wir leben, wenn die Liebe zur Wahrheit wird. 

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KLOSTERFÜRBITTE im Monat Mai: St.-Franziskus-Haus in Nordwalde.

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Bischof Felix Genn

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Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten: Ein wenig Geist und viel Frühling.

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Mit einem Festakt wurde der langjährige Direktor der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst", Johannes K. Rücker, in den Ruhestand verabschiedet.

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