25. Dezember
Heilige Anastasia von Sirmium
Lebensdaten
geboren im 3. Jahrhundert in Rom
gestorben um 304 in Sirmium (heute Sremska Mitrovica, Serbien)
Vita
Anastasia von Sirmium wurde in der Mitte des dritten Jahrhunderts als Tochter eines Heiden und einer Christin in Rom geboren. Sie war kurze Zeit verheiratet, doch ihr Mann starb sehr früh. Es heißt, ihr Ehemann sei gewalttätig gewesen und Anastasia habe sehr unter ihm gelitten. Vom Tod ihres Mannes an kümmert sich die junge Witwe hingebungsvoll um die in den Gefängnissen einsitzenden Christen, für die sie auch das Geld aus ihrer Witwenschaft aufwendet.
Die Christin Anastasia pflegt eine tiefe geistige Beziehung zu ihrem Seelenführer Chrysogonus. Als dieser in der Christenverfolgung durch Diokletian aufgegriffen und gefangen genommen wird, folgt sie ihm bis zu seiner Hinrichtungsstätte. Dort gerät Anastasia selbst in die Gefangenschaft der Christenverfolger. Sie wird nach Sirmium verschleppt und dort eingesperrt.
Es wird berichtet, dass sie im Gefängnis schwer gefoltert und misshandelt wurde, die Qualen aber klaglos über sich ergehen ließ. Schließlich wird sie zum Tode verurteilt. Zunächst wird sie in einem leckgeschlagenen Boot auf das offene Meer hinausgestoßen, doch auf wundersame Weise geht das Boot der Christin nicht unter. Daraufhin wird sie zum Feuertod verurteilt.
Anastasia stirbt als Märtyrerin um 304. Ihre Gebeine wurden im 5. Jahrhundert unter Kaiser Leon I. nach Konstantinopel überführt und sind in der dortigen Sankt-Anastasia-Kirche beigesetzt.
Brauchtum
Das Fest der heiligen Anastasia wird bereits seit dem 4. Jahrhundert am 25. Dezember gefeiert. Ihr Kult breitete sich von Sirmium, der damaligen Hauptstadt Illyriens, schnell aus. Mit der Überführung der Reliquien in die ihr zu Ehren geweihte Kirche nach Konstantinopel begann eine neue Kultwelle. Des Weiteren wird ihr Gedächtnis in der Sankt-Anastasia-Kirche in Rom begangen, die allerdings nicht nach ihr, sondern nach Kaiser Konstantins Schwester Anastasia benannt ist.
Namensbedeutung
Anastasia bedeutet "Auferstehung" (griechisch).
Namensableitungen
Von 'Anastasia' leitet sich Stasi ab.
Darstellung
Anastasia wird als jungfräuliche Märtyrerin mit Schleier und Krone, Scheiterhaufen und Schere dargestellt.
Patron/in
Anastasia ist Patronin gegen Kopfkrankheiten und Brustleiden.
Text: Heike Harbecke
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