Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Fragen + Glauben  >  Heiligenkalender
23.06.2017
Artikel drucken
Logo kirchensite.

04. Dezember

Heiliger Johannes von Damaskus

Lebensdaten:

Geboren um 650 in Damaskus, gestorben am 4. Dezember vor 754 im Kloster Mar Saba bei Jerusalem.

Vita:

Seit dem Jahr 1890 wird Johannes von Damaskus offiziell als Kirchenlehrer verehrt. Innerhalb der katholischen Geschichtsschreibung gilt er als letzter unter den Kirchenvätern. Sein Einfluss auf die ostkirchliche Theologie, nicht zuletzt durch seine mannigfachen Auslegungen der altgriechischen Theologie bescherte ihm in einigen Kreisen den Beinamen "Thomas von Aquin des Ostens".  

Johannes wurde in eine Familie hineingeboren, die sich durch großes politisches Engagement auszeichnete. Sein Vater etwa war Finanzminister unter dem Kalifen Muawija I. Johannes wurde zunächst auch daraufhin ausgebildet. Nach seinen Studien begann er seinen weiteren Werdegang im staatlichen Dienst, blieb zeitgleich jedoch als Schriftsteller aktiv. Während der scharfen Repressionen für die Christen unter Kalif Abdul Malek soll Johannes die Hand abgeschlagen worden sein, der Legende nach habe die Gottesmutter sie ihm wieder angefügt.

Im Erwachsenenalter zog es Johannes in das Kloster Mar Saba in der Judäischen Wüste. Dort verschaffte ihm Patriarch Johannes V. von Jerusalem eine theologische Ausbildung und weihte ihn – zunächst gegen seinen Willen – zum Priester. Als junger Priester avancierte Johannes frühzeitig zu einem vielgesuchten Berater für Bischöfe und Theologen, denen er mit kleineren Schriften bedeutsame Ratschläge erteilen konnte. Wichtig wurden die Beiträge des Johannes etwa im seinerzeit schwelenden Konflikt um die Ikonographie. Sein entschiedenes Eintreten zugunsten der Ikonenverehrung führte dazu, dass Johannes 754 auf der Synode von Hieraia mit dem Anathema belegt wurde. Auf dem siebten ökumenischen Konzil in Nizäa 787 wurde er rehabilitiert.

Der Mystiker Johannes ist vor allem wegen seiner Schriften zu dogmatischen Themen, aber auch durch seine Auslegungen der Briefe des Heiligen Paulus weit über seinen irdischen Lebensweg hinaus eine vielfach verehrte Gestalt des Glaubens gewesen und jederzeit geblieben. Als seine Hauptschrift kann das dreiteilige Werk "Die Quelle der Erkenntnis" bezeichnet werden. Nachdem er im hohen Alter alle seine Schriften noch einmal überarbeitet hatte, starb Johannes der Überlieferung nach im Alter von 104 Jahren.

Namensbedeutung:

Johannes ist ursprünglich ein hebräischer Name und bedeutet "Gott ist gnädig".

Darstellung:

Mit Turban.

Patron:

Der Apotheker, Ikonenmaler und der Theologiestudenten des Ostens.

Text: Tim Schlotmann
September 2012

Das Evangelium hören

Service für Sie

Facebook

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web


Anzeigen-Sonderthema


Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand