
Bild des heiligen Edmund in der Nürnberger Chronik.
16. November
Heiliger Edmund von Abington
Lebensdaten:
Geboren um 1180 in Abington (England), gestorben am 16. November 1240 in Soissy (Frankreich).
Vita:
Nachdem er zuvor in Paris studiert hatte, wurde Edmund von Abington im Jahr 1212 Theologieprofessor in Oxford. Zehn Jahre später wurde er zum Kanoniker und Schatzmeister an der Kathedrale von Salisbury ernannt. Ab 1227 wirkte er zudem als Kreuzzugsprediger in ganz England.
Am 2. April 1234 wurde Edmund zum Erzbischof von Canterbury geweiht. In dieser Funktion erwies er sich als unbeugsam, was die Rechte der Kirche gegenüber des Throns anging. Das brachte ihm den Zorn des Königs Heinrich III. ein.
Auch mit den Mönchen in Canterbury hatte sich Edmund bald überworfen. Resigniert zog er sich 1240 nach Frankreich zurück, wo er Zuflucht in der Zisterzienserabtei Pontigny fand.
Wenige Monate nach seiner Ankunft in Frankreich entschloss er sich zu einer Pilgerfahrt nach Rom. Unterwegs erkrankte er schwer und starb am 16. November 1240 im Chorherrenstift Soissy. Sein Leichnam wurde nach Pontigny zurückgebracht und dort in einem prachtvollen Hochgrab beigesetzt.
Namensbedeutung:
"Edmund" ist altenglisch und heißt "der durch Besitz Mächtige".
Darstellung:
Als Bischof, dem Maria mit dem Jesuskind erscheint.
Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
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