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25.05.2012
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01. November

Seliger Rupert Mayer

Lebensdaten:

Geboren am 23. Januar 1876 in Stuttgart, gestorben am 1. November 1945 in München.

Vita:

Nach seinem Studium der Theologie und Philosophie in München, Freiburg und Tübingen wurde der gebürtige Stuttgarter Rupert Mayer am 2. Mai 1899 in Rottenburg zum Priester geweiht. Etwa anderthalb Jahre später, am 1. Oktober 1900, trat er im österreichischen Feldkirch dem Jesuitenorden bei. Ab 1906 zog er als Volksmissionar durch Deutschland, wurde dann jedoch 1912 nach München versetzt.

Im Ersten Weltkrieg diente Rupert Mayer als Seelsorger an der Front. Er verlor ein Bein und wurde später als erster Feldgeistlicher mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Nach dem Krieg wurde er in München Präses der Marianischen Männerkongregation. Als Männerseelsorger und mitreißender Prediger war er allseits anerkannt.

Scharf kritisierte er von Anfang an die Bedrohung des deutschen Staates durch die Nationalsozialisten. Diese Haltung bescherte ihm die ständige Überwachung durch das totalitäre Regime und eine erste Bewährungsstrafe im Jahr 1937. Da Mayer nicht im Traum daran dachte, seine Haltung aufzugeben, musste er seine sechsmonatige Strafe schließlich doch im Gefängnis von Landsberg absitzen. Doch auch diese Tatsache hielt ihn nicht davon ab, weiterhin unerschrocken gegen die Nazis zu predigen.

Erneut wurde er inhaftiert. Diesmal brachte man ihn in das KZ Sachsenhausen und sperrte ihn dort in Isolationshaft ein. Körperlich völlig ausgezehrt drohte der Geistliche nach sieben Monaten zu sterben, bevor man ihn wieder auf freien Fuß setzte. Gleichzeitig erteilte man dem Jesuiten jedoch Predigtverbot, was für Mayer einer erneuten Verurteilung gleichkam. Er musste sich ins Benediktinerkloster Ettal zurückziehen und verbrachte dort die folgenden fünf Jahre.

Nach Kriegsende kehrte er, körperlich von den langen Jahren der Abgeschiedenheit geschwächt, zurück nach München. Dort starb er am 1. November 1945 während einer Predigt in der Michaelskirche. Der Leichnam Mayers wurde später in der Bürgersaalkirche in München beigesetzt, wo das Grab bis zum heutigen Tag eine Stätte inniger Verehrung ist.

Auch Papst Johannes Paul II. besuchte die Grabkapelle und sprach im Münchner Olympiastadion den Streiter gegen den Nationalsozialismus am 3. Mai 1987 selig. 

Namensbedeutung:

"Rupert" ist althochdeutsch und heißt "der Hochberühmte".

Namensableitungen:

Ruppert, Ruprecht, Rupprecht, Ruodpert.

Text: Thomas Mollen
November 2005

Mittwoch ist Chatzeit

Am Mittwoch zwischen 20.30 und 21.30 Uhr im Chat: Diakon Daniel Kotara.

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