
Darstellung des heiligen Kalixtus I. an einer Kirchenfassade.
14. Oktober
Heiliger Kalixtus I.
Lebensdaten:
Geboren im 2. Jahrhundert in Rom, dort gestorben im Jahr 222.
Vita:
Kalixtus diente als Sklave bei einem Christen und wurde später Diakon unter Papst Zephyrinus. Dieser beauftragte ihn mit der Verwaltung der christlichen Grabstätten an der Via Appia, den heutigen Kalixtus-Katakomben.
Als Zephyrinus 217 starb, wurde Kalixtus zum neuen Papst gewählt. Jedoch waren nicht alle Kleriker mit der Wahl des ehemaligen Sklaven einverstanden. Zum ersten Mal in der Kirchengeschichte wurde mit Hippolyt ein Gegenpapst ausgerufen. Dieser bekämpfte Kalixtus mit allen Mitteln. So unterstellte er ihm unter anderem ein unzüchtiges Vorleben. Kalixtus jedoch blieb von diesen Anschuldigungen ungerührt. Er führte die Kirchenmalerei ein, milderte die Bußpraxis ab und erlaubte es hochgestellten Frauen, die Ehe mit Sklaven einzugehen.
Im Jahr 222 starb der Papst. Ob eines natürlichen Todes oder als Märtyrer, ist nicht anhand von gesicherten Fakten zu belegen. Einer späteren Legende nach soll man Kalixtus mit einem Stein um den Hals aus einem Kerkerfenster in einen Brunnen gestürzt haben.
Namensbedeutung:
"Kalixtus" ist griechisch und bedeutet "der Schönste".
Darstellung:
In päpstlichen Gewändern mit Tiara, Pallium, Palme, mit Mühlstein am Hals, an einem Brunnen.
Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
Oktober 2004
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