
Darstellung der heiligen Ida von Herzfeld in einem Bildstock.
04. September
Heilige Ida von Herzfeld
Lebensdaten:
Geboren um 775, gestorben am 4. September 825 in Herzfeld (Kreisdekanat Warendorf).
Vita:
Die erste Heilige Westfalens war vermählt mit dem Sachsenherzog Egbert. Im Jahr 790 baute sie in Herzfeld eine Kirche, wie es ihr in einem Traum befohlen worden war. Als Egbert 811 starb, ließ sie ihn in der Nähe der Herzfelder Basilika bestatten und sich selbst über dem Grab eine Halle errichten, in der sie fortan lebte.
Aufopferungsvoll kümmerte Ida sich bis zu ihrem Tod im Jahre 825 um die Armen und Notleidenden der Gegend. Die Erhebung ihrer Gebeine nahm Bischof Dodo im November 980 vor. An diesem Tag fand auch die erste "Identracht" statt, ein Umzug durch den Ort mit den Reliquien der Stifterin. Das Grab Idas entwickelte sich schnell zur Wallfahrtsstätte.
Brauchtum:
Auch heute noch finden Ida-Wallfahrten und die alljährliche Identracht statt. Die Ida-Woche beginnt mit ihrem Festtag am 4. September, die Identracht beschließt die Festwoche am 12. September. An den Prozessionsstationen wird dabei der "Ida-Segen" gespendet.
Namensbedeutung:
Der althochdeutsche Name "Ida" steht für "schützende Frau".
Darstellung:
Ida wird dargestellt als Matrone mit Kirchenmodell und Hirschkuh.
Patron:
Ida ist Patronin der schwangeren Frauen.
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Text: Thomas Mollen | Foto: Almud Schricke
September 2004
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