
Mutter Josefa Stenmanns wurde am 29. Juni 2008 in Tegelen im Auftrag von Papst Benedikt XVI. von Kardinal Saraiva Martins selig gesprochen.
20. Mai
Selige Josefa Stenmanns
Lebensdaten:
Geboren am 28. Mai 1852 in Issum (Kreisdekanat Kleve), gestorben am 20.Mai 1903 in Steyl (Niederlande).
Vita:
Josefa Stenmanns, mit Taufnamen Hendrina, kam als ältestes von sieben Kindern der Familie Stenmans in Issum am Niederrhein zur Welt. Nach dem Tod ihrer Mutter kümmerte sie sich gemeinsam mit dem Vater um das Auskommen der Familie. Ihren Wunsch nach einem Leben in einem Orden musste sie deshalb zunächst zurückstellen.
Im Jahr 1884 zog sie schließlich nach Steyl, kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze, wo sich das Missionshaus der von Arnold Janssen gegründeten "Gesellschaft des Göttlichen Wortes" befand, und arbeitete in der Folgezeit dort in der Küche.
Bis dass auch ein weiblicher Zweig des Missionsordens gegründet werden sollte, dauerte es noch etwas. Im Herbst 1889 befand Janssen dann die Zeit für reif: Gemeinsam mit weiteren Schwestern, darunter die selige Helena Stollenwerk, zog Josefa Stenmanns am 7. Dezember 1889 in ihr neues Kloster ein und gilt damit als Mitbegründerin der "Missionsgenossenschaft der Dienerinnen des Heiligen Geistes".
Die zeitlichen Gelübde legte sie 1894 ab, zwei Jahre, bevor sie als Nachfolgerin Helena Stollenwerks zur Oberin der Gemeinschaft gewählt wurde. 1901 legte sie die ewige Profess ab. Schwester Josefa starb am 20. Mai 1903 und wurde auf dem Steyler Klosterfriedhof begraben.
Unter der großen Anteilnahme vieler ihrer Verehrer wurde Schwester Josefa, Hendrina Stenmanns, im Freilufttheater „Doolhof“ in Tegelen am 29. Juni 2008 im Auftrag von Papst Benedikt XVI. von Kardinal Saraiva Martins selig gesprochen. Wenige Wochen zuvor, am 18. April 2008, war ihr Leichnam vom Klosterfriedhof in die Kirche des Herz-Jesu-Klosters übertragen worden, wo bereits die selige Helena Stollenwerk („Mutter Maria“) ihre letzte Ruhestätte gefunden hatte.
Namensbedeutung:
"Josefa" kommt aus dem Hebräischen und heißt "Gott möge hinzufügen".
Namensableitungen:
Regional verbreitet ist die Koseform "Sefi".
Text: Thomas Mollen / Tim Schlotmann | Foto: Archiv
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