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26.05.2016
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Heiliger Florian

Der heilige Florian wurde in der Enns ertränkt und starb so als Märtyrer.

04. Mai

Heiliger Florian und die Märtyrer von Lorch

Lebensdaten:

Geboren im 3. Jahrhundert nahe Wien, gestorben am 4. Mai 304 (?) in Lorch (Österreich).

Vita:

Florian war römischer Soldat und später als hoher Beamter in der Kanzlei des römischen Statthalters Aquilinus von Lauriacum (Lorch) tätig. Als unter Kaiser Diokletian grausame Christenverfolgungen ausbrachen, versuchte Florian, seinen Glaubensbrüdern zu helfen und plante eine Befreiungsaktion. Bei dem Versuch, in den Kerker zu gelangen, wurde er jedoch festgenommen. Beim anschließenden Verhör versuchte Aquilinus, ihn zu überreden, seinem christlichen Glauben abzuschwören und den römischen Göttern zu opfern. Als Florian dies ablehnte, musste er grausame Folterungen erleiden. Schließlich hängte man ihm einen Mühlstein um den Hals und warf ihn in die Enns.

Der Legende nach wurde der Leichnam des Heiligen auf einen Felsen gespült und dort von einem Adler bewacht, bis ihn schließlich eine Witwe namens Valeria fand und auf ihrem Landgut bestattete. Als die Ochsen, die den Karren mit dem Leichnam zogen, vor Durst zu ermatten drohten, soll sich plötzlich auf dem Weg eine Quelle mit Brunnen aufgetan haben, um das Vieh zu tränken. Auf dem Grab des Heiligen entstand im 8. Jahrhundert das berühmte Chorherrenstift Sankt Florian bei Linz.

Rund vierzig weitere Christen, meist römische Soldaten, kamen um dieselbe Zeit in Lorch um.

Brauchtum:

Bekannt ist Florian vor allem als Schutzpatron gegen Feuer. Dies rührt vermutlich von der Legende des "Floriansbrunnens" her. Darüber hinaus gilt Florian als Heiliger der Bayern und Österreicher, Ungarn und Böhmen, was ihm eine große Verehrung in diesen Landstrichen sichert.

Namensbedeutung:

Der lateinische Name "Florian" bedeutet "der Blühende".

Darstellung:

Florian wird dargestellt als römischer Legionär mit Fahne, Wasserkübel oder einem Mühlstein um den Hals.

Patron:

Florian ist der Patron der Feuerwehr, der Böttcher, Töpfer, Schmiede, Kaminkehrer, Seifensieder, Brauer, gegen Brandgefahren, Stürme, Überschwemmungen, Kämpfe, Unfruchtbarkeit der Felder und große Dürre. Darüber hinaus ist er Patron von Oberösterreich, des Stiftes und Marktes Sankt Florian sowie der Städte Krakau und Bologna.

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.stift-st-florian.at

Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
Mai 2004

 

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