
Lidwina brach sich den Überlieferungen nach im Alter von 15 Jahren beim Eislaufen eine Rippe.
14. April
Selige Lidwina
Lebensdaten:
Geboren am 18. März 1380 in Schiedam (Niederlande), dort gestorben am 14. April 1433.
Vita:
Lidwina stammte aus ärmlichen Verhältnissen. Ihr Vater war Nachtwächter in Schiedam, einem kleinen Ort nahe Rotterdam. Im Alter von 15 Jahren stürzte das Mädchen beim Eislaufen und brach sich eine Rippe. Aus dieser eigentlich nicht weiter tragischen Verletzung entwickelte sich ein 38 Jahre währendes Martyrium, dass sie ans Bett fesselte. Sie wurde auf einem Auge blind, konnte nur den Kopf und einen Arm bewegen, hatte schlimme Zahnschmerzen und Geschwüre im ganzen Körper.
Klagte sie anfangs noch über ihr schweres Schicksal, so hoffte sie später voller Zuversicht, durch ihre Schmerzen Jesus ähnlicher werden zu können. Ab dem 20. Jahr ihres Martyriums lebte Lidwina nur noch von der Kommunion, da ihr Körper sich weigerte, andere Nahrung aufzunehmen. Immer häufiger erlebte sie Visionen und mystische Erfahrungen. Reliquien der Heiligen befinden sich heute in ihrem Heimatort Schiedam und in Brüssel.
Brauchtum:
Lidwina wird in den Niederlanden, hier ganz besonders in den Provinzen Nordbrabant und Utrecht, hoch verehrt. Dort ist sie Patronin vieler Schulen und Altenheime. Berühmt ist die Lidwina-Wallfahrt in Schiedam. Aber auch im Rheinland und Westfalen wird ihr Verehrung zuteil.
Namensbedeutung:
"Lidwina" kommt aus dem althochdeutschen und heißt "Freundin des Volkes". Manchmal wird der Name auch fälschlicherweise mit "die vor Leid Weinende" übersetzt.
Darstellung:
Lidwina wird dargestellt als junges Mädchen mit rosenbekränztem Haupt, in den Händen ein Kreuz, einen Rosenkranz und eine Bußkette.
Patron:
Die Selige ist Patronin der Kranken und des Krankenapostolates.
Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
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