01. April
Heiliger Hugo von Grenoble
Lebensdaten:
Geboren 1053 in Châteauneuf-d’Isère, gestorben am 1. April 1132 in Grenoble.
Vita:
Hugo wurde 1080 von Papst Gregor VII zum Bischof von Grenoble in Südostfrankreich geweiht. Er vertrat deutlich die Haltung Gregors gegen die Priesterehe und dessen Reformideen für die Kirche, was ihm viele Gegner einbrachte. Aufgrund dieser Anfeindungen zog sich Hugo bereits zwei Jahre nach seiner Bischofsweihe als Novize in das Benediktinerkloster Chaise-Dieu zurück, bis Gregor ihm nach einem Jahr befahl, seinen Stuhl in Grenoble wieder einzunehmen.
Maßgeblich wirkte Hugo an der Entstehung des Kartäuserordens mit, als er 1084 dem heiligen Bruno jenen Ort zuwies, an dem dieser gemeinsam mit sechs Gefährten die Große Kartause (Grande Chartreuse) errichtete. Hugo blieb bis zum Tod einer der bedeutendsten Gönner der Kartause.
Insgesamt währte sein Pontifikat 52 Jahre lang, womit er einer der am längsten amtierenden Bischöfe der Kirchengeschichte ist. Bereits zwei Jahre nach seinem Tod wurde er durch Papst Innozenz II. heilig gesprochen. Seine Gebeine wurden in der Kathedrale von Grenoble verehrt, bis die Hugenotten sie im 16. Jahrhundert öffentlich verbrannten.
Namensbedeutung:
"Hugo" ist eine Kurzform des althochdeutschen Namens "Hugbert" und bedeutet "berühmter Denker".
Darstellung:
Hugo stellt man als Bischof dar. Ein Schwan an seiner Seite symbolisiert die Liebe zur Einsamkeit. Manchmal wird er auch mit einer Laterne gezeigt, in einer Kartäuserkutte oder als Einsiedler.
Patron:
Der heilige Hugo ist Patron der Stadt Grenoble und gegen Kopfschmerzen.
Text: Thomas Mollen
März 2004
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