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27.09.2016
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17. März

Heiliger Patrick

Lebensdaten:

Geboren um 385 in England, gestorben um 461 in Irland

Vita:

Patrick kam als Sohn eines Unteroffiziers und Diakons im Westen Englands zur Welt. Noch als Knabe wurde er von irischen Piraten entführt und nach Irland verschleppt, wo er sechs Jahre lang als Sklave arbeiten musste, bevor ihm die Flucht gelang.

Durch mystische Erfahrungen und Träume beseelt, reifte in ihm der Gedanke, als Missionar ins damals noch heidnische Irland zurückkehren zu müssen. Patrick ging zunächst auf das europäische Festland und lebte einige Jahre als Mönch auf den Lérins-Inseln in der Nähe Nizzas und in Auxerre. Seine kirchlichen Vorgesetzten jedoch wollten zunächst nicht, dass Patrick nach Irland ging. Immer wieder wurde ihm seine schlechte Bildung vorgeworfen. Gegen alle Widerstände machte er sich um das Jahr 432 dennoch auf den Weg und wurde schließlich zum Nachfolger des ersten Bischofs der Iren, Palladius, berufen.

Seine Missionsgebiete lagen vor allem im Norden und Westen der Insel. Um das Jahr 444 richtete er in Armagh seinen Bischofssitz ein. Viele Priester und Missionare folgten seinem Weg, so dass Irland schon bald christianisiert war. Man spricht noch heute von der "Insel der Heiligen". Trotz dieses Erfolgs musste sich Patrick nach wie vor gegen Widersacher behaupten. Neben den keltischen Druiden, die ihm aufgrund seiner Missionstätigkeit nach dem Leben trachteten, waren dies auch innerkirchliche Kritiker. Für sie schrieb er am Ende seines Lebens die berühmt gewordene "Confessio" ("Bekenntnis"), einen Tätigkeitsbericht, in dem er sich auf den Taufbefehl Christi beruft.

Brauchtum:

Der "Saint Patrick’s Day" ist einer der höchsten Feiertage im katholischen Irland. Er wird aber auch über die Grenzen der Insel hinaus gefeiert, zum Beispiel in Australien oder den Vereinigten Staaten. Autos, Häuser, sogar ganze Straßenzüge werden in den irischen Nationalfarben grün-weiß-orange geschmückt. Traditionell trägt man an diesem Tag grüne Kleidung und befestigt dreiblättrige Kleeblätter, das Nationalsymbol Irlands, an seinen Gewändern. Mithilfe von Kleeblättern hatte Patrick der Legende nach versucht, den heidnischen Iren das Geheimnis der göttlichen Dreifaltigkeit zu erklären.

Namensbedeutung:

"Patrick" entstammt dem lateinischen Nehmen "Patricius" und bedeutet "Adliger".

Darstellung:

Patrick wird meist in bischöflichen Gewändern gezeigt, mit einer Schlange zu seinen Füßen (der Legende nach vertrieb er mit seinem Bischofsstab die Schlangen aus Irland), oft ein Kleeblatt haltend, mit Feuer und Vieh.

Patron:

Patrick ist Nationalheiliger Irlands. Darüber hinaus ist er Patron der Bergleute, Schmiede, Böttcher, Friseure und des Viehs.

Text: Thomas Mollen
März 2004

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