26. Februar
Selige Edigna von Puch
Lebensdaten:
Geboren im 11. Jahrhundert, vermutlich in Frankreich, gestorben am 26. Februar 1109 in Puch (Bayern).
Vita:
Die Lebensgeschichte Edignas, wie wir sie heute kennen, geht auf Jahrhunderte alte Legenden und Überlieferungen zurück. Demnach war sie die Tochter des französischen Königs Heinrich I., der sie gerne mit einem Edelmann vermählt hätte. Um ihre Jungfräulichkeit zu bewahren, flüchtete Edigna auf einem Ochsenkarren aus Frankreich. Beim Ort Puch in der Nähe von Fürstenfeldbruck bleiben die Ochsen plötzlich stehen. Gleichzeitig läutete eine Glocke. Edigna fasste dies als Zeichen Gottes auf und beschloss, an diesem Ort zu bleiben.
Als Einsiedlerin lebte Edigna fortan 35 Jahre lang in einer hohlen Linde. Die Bevölkerung suchte oft ihren Rat und verehrte sie bereits zu Lebzeiten. Nach ihrem Tod soll aus der Linde ein heilsames Öl geflossen sein. Als man jedoch begann, damit Handel zu treiben, versiegte diese Quelle.
Brauchtum:
Alle zehn Jahre wird in Puch ein Edigna-Festspiel aufgeführt. Die nächsten Aufführungen finden im Jahr 2009 statt. Die so genannte "Tausendjährige Linde" ist noch heute am Friedhof des Ortes zu sehen.
Namensbedeutung:
"Edigna" ist angelsächsisch-lateinisch und bedeutet "die um Besitz Kämpfende".
Patron:
Zum Wiedererlangen verlorener oder gestohlener Gegenstände, gegen Viehseuchen.
Text: Thomas Mollen
Februar 2006
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