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02.09.2010
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Valentin von Terni

Valentin von Terni gilt als Beschützer der Verliebten.

14. Februar

Heiliger Valentin von Terni

Lebensdaten

geboren im 3. Jahrhundert
gestorben wahrscheinlich 268

Vita

Valentin von Terni hat vor allem durch Bräuche, die sich mit seinem Gedenktag und seiner Verehrung als Beschützer der Verliebten verbinden, Bedeutung erlangt. Valentin war im 3. Jahrhundert Bischof von Terni. Der Überlieferung nach hat er um 268 das Martyrium erlitten.

Legenden erzählen, dass er als Bischof immer wieder hinaus auf die Straßen ging, um das Evangelium zu verkünden und die Menschen in ihrem Glauben zu unterstützen. Es heißt, er habe den Menschen, die vorbeikamen, bunte Blumensträuße aus seinem Klostergarten geschenkt. Den Männern der Stadt soll er empfohlen haben, doch lieber bei ihren Frauen und Kindern zu bleiben statt in den Krieg zu ziehen. Darüber sei der Kaiser so verärgert gewesen, dass er Valentin töten ließ.

Valentin von Terni wurde schon früh verehrt, und es ist davon auszugehen, dass sein Kult bereits im 4. Jahrhundert Rom erreichte. Der Heilige ist im Laufe der Geschichte immer wieder mit anderen Trägern seines Namens verwechselt worden. An der Via Flamina in Rom gab es zwei Grabstätten, die je einem heiligen Valentin zugeordnet werden. Über einer dieser Grabstätten in der Nähe von Terni gab es im 8. Jahrhundert eine Valentinsbasilika, die vermutlich zu Ehren des heiligen Valentin von Terni gebaut wurde. Reliquien des Heiligen werden in Worms und in Kiedrich im Rheingau verehrt.

Brauchtum

Weit verbreitet ist der Brauch, sich zum Valentinstag Blumen zu schenken, um sich die gegenseitige Liebe auszudrücken. Die Traditionen des Valentinstag gehen auf verschiedene heidnische Bräuche zurück: So wurde im alten Rom am 14. Februar der Göttin Juno, der Schützerin von Ehe und Familie, gedacht. Anlässlich dieses Tages wurden den Frauen in den Familien Blumen geschenkt.

In Hansestädten gab es an diesem Tag ein Freundschaftsmahl  verschiedener Zünfte. Eine weitere Tradition besagt, dass eine junge Frau genau den Mann heiraten wird, den sie am 14. Februar als ersten erblickt. In England gibt es den Brauch, an diesem Tag anonyme Liebesbriefe zu verschicken. In Frankreich, Belgien und später auch in Amerika entwickelte sich seit dem 14. Jahrhundert die Tradition, am 14. Februar junge Paare per Los als Valentin und Valentine füreinander zu bestimmen.

Namensbedeutung

Valentin ist eine Weiterbildung von 'Valens' und bedeutet "der Gesunde" oder "der Starke" (lateinisch).

Namensableitungen

Von 'Valentin' lassen sich folgende Namen ableiten: Valentius, Valentian, Valtin, Veltin, Vältin, Valten, Velten, Valentine, Valentino, Valente, Felte, Feltes, Welty.

Darstellung

Valentin von Terni wird als Bischof dargestellt, manchmal trägt er ein Schwert. Oft finden sich auf den Abbildungen ein Hahn oder ein verkrüppeltes Kind zu seinen Füßen, was aber wahrscheinlich auf Verwechselungen mit Valentin von Rätien zurückzuführen ist.

Patron

Valentin von Terni ist Patron der Jugend, der Verlobten, Reisenden, Imker, für eine gute Heirat, gegen die Pest.

Text: Heike Harbecke/Foto: KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH
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