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25.05.2012
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Thomas von Aquin

Albertus Magnus sagte über Thomas von Aquin: "Dieser stumme Ochse wir einmal brüllen, dass die ganze Welt davon widerhallt!"

28. Januar

Heiliger Thomas von Aquin

Lebensdaten

geboren um 1225 in Roccasecca (Italien)
gestorben am 7. März 1274 in Fossanuova (Italien)

Vita

Thomas von Aquin ist als ein großer Denker und Theologe in die Kirchengeschichte eingegangen. Der Kirchenlehrer erblickte um 1225 in Roccasecca auf dem Schloss seines Vaters das Licht der Welt. Schon im Alter von 5 Jahren wurde der Sohn einer adligen Familie in das berühmte Benediktinerkloster Montecassino gegeben.

Als 14- Jähriger begann er in Neapel zu studieren. Dort lernte er den noch jungen Dominikanerorden kennen, dem er um 1243 beitrat. Seine adligen Eltern waren nicht einverstanden mit seiner Entscheidung: sie wollten, dass Thomas Abt eines angesehenen Ordens wird.

Während er auf dem Weg nach Bologna war, um seine Studien dort fortzusetzen, wurde er von seinen Angehörigen überfallen. Zwei Jahre hielten sie ihn in der Hoffnung fest, ihn doch noch von seinem Weg abbringen zu können. Im Juli 1245 konnte Thomas schließlich seine Studien in Paris fortsetzen. Dort wurde er Schüler von Albertus Magnus, dem er später nach Köln folgte.

Albertus Magnus ahnte bereits die große Wirkung seines schweigsamen Schülers: "Dieser stumme Ochse wir einmal brüllen, dass die ganze Welt davon widerhallt!" So wurde Thomas wie sein Lehrmeister Lehrer und Professor. Später kehrte er nach Italien zurück, wo er als Hauptprediger seines Ordens wirkte. Darüber hinaus hatte er wichtige Ämter bei verschiedenen Päpsten inne.

Thomas von Aquin zeichnete vor allem seine hervorragende Gelehrsamkeit aus: Zu seinen bedeutendsten Werken gehört die sogenannte "Summa theologica" und die "Summa contra gentiles", umfassende Werke, in denen er sich mit der arabischen Philosophie auseinandersetzte.

Zeit seines Lebens trieb ihn die Suche nach der Wahrheit voran. Seine Schriften zeugen nicht nur von seinem scharfen Verstand, sondern auch von seiner tiefen Frömmigkeit. Auf ihn gehen neben den großen theologischen Schriften auch liturgische Texte zum Fronleichnamsfest zurück. Thomas von Aquin starb am 7. März 1274 in Fossanuova in Italien. Seine Reliquien werden in Paris, Toulouse und Rom aufbewahrt.

Namensbedeutung

Thomas bedeutet "Zwilling" (hebräisch).

Namensableitungen

Von 'Thomas' lassen sich folgende Namen ableiten: Thoma, Tom, Tamme, Tammes, Thommy, Tommy, Tomy, Thomé, Toma, Tomas, Tomes, Tomis, Tomás, Tomaso, Tommaso, Maso, Masetto.

Darstellung

Thomas von Aquin wird als Dominikaner in seinem Ordenskleid dargestellt. Er trägt meist Buch und Schreibfeder und hat einen strahlenden Stern auf der Brust als Zeichen dafür, dass er die Kirche erleuchtet. Weitere Abbildungen zeigen ihn betend vor einem Kreuz oder die Eucharistie empfangend.

Manchmal wird Thomas mit einer Taube an seinem Ohr oder aus einem Mund fliegend dargestellt, um seine vom heiligen Geist inspirierte Weisheit zu zeigen. Es gibt auch Abbildungen, die ihn als Bischof zeigen, da er nach seinem Tod zum Bischof von Umbrien ernannt worden sein soll.

Patron

Thomas von Aquin ist Patron der Dominikaner, der katholischen Hochschulen, Theologen, Studierenden, Buchhändler, Bleistifthersteller, gegen Blitz, Unwetter und Sturm.

Text: Heike Harbecke | Foto: Archiv
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