
Das Gemälde von Albrecht Dürer zeigt Kaiser Karl den Großen.
28. Januar
(Heiliger) Seliger Karl der Große
Lebensdaten:
Geboren vermutlich am 2. April 742/747 in Mürlenbach (Rheinland-Pfalz), gestorben am 28. Januar 814 in Aachen.
Vita:
Karl der Große kam gegen Mitte des 8. Jahrhunderts, vermutlich im Jahr 742 oder 747, zur Welt. Es wird behauptet, er sei auf der Bertradaburg im Eifelörtchen Mürlenbach geboren worden. Ob dies zutrifft, ist nicht zu beweisen.
Der fränkische König und spätere Kaiser bestätigte Rom gegenüber den Kirchenstaat, den sein Vater Pippin der Jüngere dem Papst zum Geschenk gemacht hatte. Karl war christlich erzogen worden und bemühte sich, mit all seiner zur Verfügung stehenden Macht um Ordnung und Frieden – auch innerhalb der Kirche. Dies bedeutete, dass, wenn er es für nötig befand, er sich auch in innerkirchliche Angelegenheiten einschaltete.
Karl bemühte sich um eine christliche Bildung, förderte die Gründung und den Unterhalt christlicher Schulen und führte den Pfarrzehnten ein, der den Gemeinden eine wirtschaftliche Grundlage sichern sollte.
Trotz seiner persönlichen Frömmigkeit und der Förderung des Glaubens darf man nicht darüber hinwegsehen, dass Karl der Große in erster Linie ein Herrscher war, der nicht vor grausamen Gewalttaten zurückschreckte, wenn er sie für angemessen hielt.
Auf Veranlassung von Kaiser Friedrich Barbarossa wurde Karl der Große im Jahr 1165 vom Kölner Erzbischof Rainald von Dassel heilig gesprochen. Während Papst Alexander III. diese Heiligsprechung nicht anerkannte, wurde sie von Gegenpapst Paschalis III. gut geheißen. Später erkannte Rom die Verehrung des Kaisers als Seligen für die Bistümer Aachen und Osnabrück an.
Die Reliquien Karls des Großen sind im Karlsschrein im Aachener Kaiserdom zur Ruhe gebettet.
Namensbedeutung:
"Karl" ist althochdeutsch und bedeutet "(freier) Mann".
Namensableitungen:
Carl, Carlo, Charles, Kalle, Karel.
Darstellung:
Als Kaiser mit Krone, Reichsapfel und Schwert, mit Kirchenmodell.
Patron:
Der Lehrer, Makler und Zinngießer.
Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
Januar 2006
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