26. Januar
Heiliger Timotheus
Lebensdaten
geboren im 1. Jahrhundert in Lystra bei Ikonium (heute Konya, Türkei)
gestorben im 1. Jahrhundert wahrscheinlich in Ephesus
Vita
Timotheus war einer der Schüler des Apostels Paulus, lebte im ersten Jahrhundert und stammt aus Lystra in Lykanonien in der heutigen Türkei. Er war Sohn einer gläubigen Jüdin und eines Heiden. Paulus lernt er bereits auf dessen erster Missionsreise kennen und lässt sich von ihm taufen.
Als Paulus zum zweiten Mal in Timotheus' Heimat Station macht, beschließt Timotheus, sich dem Völkerapostel anzuschließen. In der folgenden Zeit wird er zum treusten Begleiter und Mitarbeiter des Paulus. Stets an der Seite des Paulus wird er schon bald mit wichtigen Aufgaben betreut: So schickt Paulus ihn mit Briefen und Aufträgen zu verschiedenen Gemeinden.
Bevor Paulus nach Makedonien reist, lässt er Timotheus in Ephesus als Stellvertreter zurück. Nach Ephesus sendet ihm Paulus zwei Briefe mit verschiedenen Anweisungen, die auch im Kanon der Heiligen Schrift überliefert sind (1. und 2. Timotheusbrief).
Es ist davon auszugehen, dass sich Paulus seinem Schüler Timotheus besonders verbunden fühlte. Kurz vor seinem Tod bittet der Völkerapostel ihn nochmals zu sich nach Rom. Eusebius berichtet, dass Timotheus nach Paulus' Tod wieder nach Ephesus zurückkehrt und dort Bischof wird.
Über seinen Tod gibt es keinen gesicherten Überlieferungen. Seine Reliquien werden 356 von Ephesus in die Apostelkirche nach Konstantinopel übertragen. Auch in der Kirche Sankt Giovanni in Fonte zu Rom werden Reliquien des Timotheus' verehrt.
Namensbedeutung
Timotheus bedeutet "der Gottesfürchtige" (griechisch).
Namensableitungen
Von 'Timotheus' lassen sich folgende Namen ableiten: Tim, Timm, Timme, Timo, Timmo, Tiemo, Timothy, Timothée, Timoteo, Timoteusz, Timofej.
Darstellung
Timotheus wird in bischöflichen Gewändern dargestellt. Er wird oft mit Keulen und Steinen dargestellt, was auf Berichte über sein angebliches Martyrium zurückzuführen ist.
Patron
Timotheus ist Patron gegen Magenleiden.
Text: Heike Harbecke
Januar 2004
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