
- Das Wappen des Wallfahrtsortes Marienbaum.
Wallfahrtsorte im Bistum Münster
Marienbaum: Maria - Zuflucht der Sünder
Als ältester Wallfahrtsort am Niederhein rühmt sich das zwischen Xanten und Kalkar gelegene Dorf Marienbaum. Gleich mehrere Legenden ranken sich um das hier verehrte Gnadenbild.
Um das Jahr 1430 erschien einem armen und gelähmten Schäfer das Bild einer treppenförmigen Eiche, in der sich eine Marienstatue befand. Eine Stimme befahl ihm diesen Baum zu suchen und er würde geheilt werden. Der Schäfer machte sich daraufhin auf, fand die Eiche, verehrte die Statue und wurde von seiner Krankheit genesen.
Klostergründung
Die Statue wurde in der Kirche von Vynen aufgestellt, doch sie verschwand immer wieder und ward kurz darauf in der Eiche wiedergefunden. Daraufhin baute man an der Stelle der Eiche 1438 eine Kapelle und knapp 20 Jahre später enstand durch eine Stiftung ein Brigittenkloster mit dem Namen Marienbaum.
In diesem Kloster wurde nach strenger Ordensklausur gelebt. Dass heißt, alle Ordensschwestern und Brüder mussten in völliger Abgeschlossenheit von der Welt leben. In der Säkularisation von 1801 wurde das Kloster jedoch aufgehoben und die Ordensleute verließen ihren einstigen Zufluchtsort.
Heilmittel für alle
Auf Wunsch und Bitten der Gemeinde Marienbaum wurde die ehemalige Klosterkirche zu einer Pfarrkirche erhoben. Der Wallfahrtsort Marienbaum wird seit dem Jahre 1430 von vielen Pilgerern besucht, die einen ruhigen Ort wie diesen bevorzugen. Die Mutter Gottes wird hier verehrt als "Zuflucht der Sünder" oder "medicine omnium" (Heilmittel für alle und für alles) wie ein alter Kupferstich vom Gnadenbild betitelt ist.
Heute lädt Marienbaum nicht nur aufgrund der Wallfahrt ein, sondern auch durch sein idyllisches Ambiente, durch die reichlich ausgestattete Kirche, sowie durch das Wallfahrtsmuseum.
Mehr zum Thema in kirchensite.de:
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Übersicht: Wallfahrtsorte im Bistum Münster
Dossier: Wallfahrt
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Schwerpunktthema: Pilgerorte der Seele - Xanten-Marienbaum
Mehr zum Thema im Internet:
Text: Michael Bönte | Foto: pd
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