
- Hospizarbeit: Das Lebensende gestalten.
Begleiter der letzten Wege
Hospizarbeit im Bistum
Wann beginnt das Sterben? Was erwartet mich auf meinen letzten Wegen vor dem Tod? Kann ich mich und meine Verwandten auf diese Wege vorbereiten?
Orientierungslos
Verständlich, dass diese Fragen häufig erst am Lebensende an uns herantreten. Sie setzen Ängste frei, machen orientierungslos und sind mit den Antworten des bisherigen Lebens kaum zu bewältigen. Irgendwann stehen wir vor diesen Fragen und suchen neue Antworten.
Neben den grundsätzlichen Lebensfragen, neben Sinnsuche und Halt begegnet uns in dieser Situation auch die Frage nach der Organisation dieses letzten Weges - nach Hilfe und Menschen, die diesen Weg gemeinsam mit uns gehen. Vielleicht gibt es noch letzte Wünsche oder Angelegenheiten, die darauf warten, abgeschlossen zu werden. Fragen tauchen auf: "Wie und wo will ich sterben?" und "Wer wird mir beistehen?" Es kann aber auch sein, dass man alle Gedanken an den Tod von sich weg schiebt, weil die Angst vor Schmerzen und dem Sterben vorherrscht.
Ort der Geborgenheit und des Trostes
Ein Hospiz will für Sterbende und Angehörige ein Ort der Geborgenheit und des Trostes sein. Betreuung, Hausbesuche, Begleitdienste, Krankenwachen – ein Hospiz will den sterbenden Menschen und seine Angehörigen überall dort begleiten, wo für sie die neue Situation des Sterbens beginnt. Im Hospiz lassen sich Begleiter durch die Zeit des Sterbens oder der Trauer finden, die mit Sensibilität und Erfahrung Beistand leisten, wenn Trauer oder Angst zu groß, Gefühle zu verwirrend oder Einsamkeit und Schmerz zu belastend werden.
Ärzte, Schwestern und Pfleger, Sozialpädagogen, Seelsorger und Therapeuten arbeiten dabei zusammen. Sie verstehen das Sterben als ein Teil des Lebens, als ein Vorgang, der weder verkürzt noch künstlich verlängert werden soll. Der Kranke soll möglichst ohne Beschwerden bis zuletzt leben, umsorgt von Familie, Freunden und Betreuern. Der Todkranke wird damit zum Gleichberechtigten, zum Partner – nicht zum Bevormundeten.
Soziales Umfeld wird mit eingeschlossen
Die Hospizarbeit schließt das soziale Umfeld des Kranken mit ein. Abschiednehmen, täglicher Umgang mit dem Kranken, Trauer – auch über den Tod hinaus – die Hospizbewegung ist auch hier Begleiter.
Im Bistum Münster haben sich in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an stationären und ambulanten Hospizangeboten entwickelt. Pfarrgemeinden, Ordensgemeinschaften, Stiftungen und die Caritas tragen das Angebot mit.
Zitat:
"Gib jedem seinen eigenen Tod.
Das Sterben, das aus jenem Leben geht,
darin er Liebe hatte, Sinn und Not…
Denn dieses macht das Sterben fremd und schwer,
dass es nicht unser Tod ist, einer der uns endlich nimmt."
(Rainer Maria Rilke)
Mehr zum Thema im Internet:
www.clemensschwestern.de (Hospiz-Ambulanz der Clemensschwestern Münster)
www.johannes-hospiz.de (Johannes-Hospiz Münster)
www.caritas-muenster.de (Caritasverband für die Diözese Münster)
www.annakirche.de (Christlicher, ambulanter Hospizdienst in Münster-Mecklenbeck)
www.hospiz-hamm.de ("Christliches Hospiz am roten Läppchen" in Hamm - Hessen)
www.hospiz-anna-katharina.de (Hospiz Anna Katharina in Coesfeld)
www.malteser-greven.de (Hospizgruppe der Malteser in Greven)
www.cvemsdetten.caritas.de (Ambulanter Hospizdienst Emmaus in Greven)
www.haus-hannah.de (Hospiz "haus hannah" in Emsdetten)
www.caritas-rheine.de (Ökumenisches Ambulantes Hospiz Rheine)
www.hospiz-initiative-steinfurt.de (Hospizinitiative Steinfurt e.V.)- Hospizbewegung St. Josef Gronau e. V.: Tel: 02562 / 9645996
www.hospiz-stadtlohn.de (Elisabeth-Hospiz-Stadtlohn gGmbH)
www.st-franziskus-hospizbewegung.de (Ambulante St.-Franziskus-Hospizbewegung Legden-Asbeck e.V)
Haus Sonnenschein in Rheinberg (Hospiz, Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst)
www.hospiz-oldenburg.de (Hospiz St. Peter Oldenburg e.V.)
malteser.hilfsdienst.friesoythe
ewetel.net (Hospizgruppe Malteser Friesoythe)
Text: Michael Bönte | Foto: Michael Bönte
Januar 2009
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