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15.12.2018
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Geistlicher Themenabend.

Von links: Qusay Alsaed aus Dara, Antoine Capucci aus Aleppo und Prälat Klaus Krämer, Präsident des Hilfswerks Missio.

Geistlicher Themenabend mit Missio-Präsident Klaus Krämer

"Man muss die Hand zur Hilfe ausstrecken"

Münster. Das Thema "Flüchtlinge beherbergen" stand am Mittwoch (02.03.2016) im Mittelpunkt des Geistlichen Themenabends mit Prälat Klaus Krämer in Münsters St.-Paulus-Dom. "Man muss die Schicksale der Menschen ernst nehmen, sich von ihnen berühren lassen und die Hand zur Hilfe ausstrecken", betonte der Präsident des Hilfswerks Missio. Denn keiner verlasse seine Heimat ohne Grund.

Besonders bewegend waren an dem Abend die Berichte des syrischen Studenten Antoine Capucci (22) aus Aleppo und Qusay Alsaed (19), Berufsschüler aus der syrischen Stadt Dara. Die beiden Christen, die in Münster ein neues Zuhause gefunden haben, gaben einen ganz persönlichen Einblick in ihr Schicksal, geprägt von Erfahrungen mit einem Bürgerkrieg, der seit Jahren ihr Heimatland zerreißt. Beide mussten in ihrem noch jungen Leben die Erfahrung machen, ihre Heimat und alles Vertraute hinter sich zu lassen, um sich auf eine ungewisse Zukunft in einem fremden Land einzulassen.

"Es geht um den Zirkel der Barmherzigkeit"

60 Millionen Menschen sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks weltweit auf der Flucht. 40 Millionen sind Binnenflüchtlinge, also innerhalb ihres Heimatlandes heimatlos. Ihnen allen ist laut Krämer eines gemein: "Der Verlust der Heimat erschüttert Menschen bis ins Innerste. Sie lassen nicht nur materielle Dinge zurück, sondern ihr komplettes Sozialgefüge, Vertrautes, ihren Alltag." Oftmals sei die Erfahrung der Flucht auch geprägt von Gewalt. Heimatlos zu sein bedeute gleichzeitig auch immer fremd zu sein. Umso wichtiger sei es, betonte Krämer, neben der konkreten Hilfe durch Obdach, Nahrung und medizinische Versorgung, den Blick auch in die Zukunft zu richten und den Flüchtlingen Hilfen zur Existenzgründung zu geben, Schulbesuche und Ausbildungen zu ermöglichen.

"Einen ebenso hohen Stellenwert aber hat die Hilfe für die verwundeten Seelen. Dass da Menschen sind, die Zeit haben, zuhören, liebevoll und gleichzeitig professionell seelsorgerisch und psychologisch helfen." Der christliche Auftrag sei der, den Jesus vorgelebt habe: "Es geht um den Zirkel der Barmherzigkeit, der den Teufelskreis der Missgunst durchbrechen kann. Es geht darum, aus der Liebe heraus, die man selbst erfährt, ebenso Liebe weiterzugeben", erklärte Krämer.

Ausblick

Noch zu zwei weiteren Geistlichen Themenabende sind Interessenten in dieser Fastenzeit eingeladen. Am 9. März gestaltet der emeritierte Erzbischof von Hamburg, Werner Thissen, den Abend. Unter dem Titel "Betrübte trösten" wird er über den Umgang mit Verletzten predigen.
"Kinder schützen" lautet das Thema am 16. März. Predigen wird Pater Hans Zollner SJ, Mitglied der Päpstlichen Kommission für den Schutz der Minderjährigen.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. undefinedDie Geistlichen Abende im Überblick (11.02.2016)
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Flüchtlinge
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Fastenzeit und Ostern

Text: pbm | Foto: pbm
03.03.2016

    1. Dossier: Fastenzeit und Ostern

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