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04.12.2016
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Anti-Pegida-Demonstration

Auch viele Studenten beteiligten sich am Lichterzug zum Domplatz.

8000 Teilnehmer bei Demonstration gegen Pegida in Münster

Licht an für eine "Willkommenskultur"

Münster. In Köln gingen die Lichter des Doms für die Pegida-Demonstranten aus – in Münster gingen die Kerzen gegen die Pegida-Bewegung demonstrativ an: Am Montag (05.01.2015) haben sich vor dem Rathaus in Münster mehr als 8000 Menschen versammelt, um ihre Stimme gegen Fremdenfeindlichkeit zu erheben. Aufgerufen hatte die Aktion "Münster gegen Pegida".

Neben vielen Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft unterstützten auch die Religionsgemeinschaften der Stadt die Demonstration, unter anderem Superintendentin Meike Friedrich von der evangelischen Kirche und der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Sharon Fehr. Stadtdechant Jörg Hagemann repräsentierte die katholische Kirche.

Vom Rathaus ging es mit Kerzen in den Händen durch die Stadt. Der Kerzenzug endete auf dem Domplatz, wo das Domkapitel mit den Veranstaltern bereits im Vorfeld zusammengearbeitet hatte. Unter anderem stellte man den kirchlichen Teil des Platzes für den Aufbau einer Bühne zur Verfügung.

Miteinander nur mit Respekt

"Wir wollen zeigen, dass jeder Mensch eine Bereicherung und kulturelle Vielfalt etwas Großartiges ist", erklärte Dompropst Kurt Schulte die Unterstützung gegenüber kirchensite.de. "Menschliches Miteinander kann nur gelingen, wenn Respekt, Akzeptanz und Wertschätzung herrschen." Der christliche Glaube fordere ein, Menschen in Not beizustehen. Schulte sah darin auch eine Erinnerung an das Motto des letztjährigen Domjubiläums "Willkommen im Paradies": "Wir stehen für eine Willkommens-Kultur und wollen dieses Ziel in unseren Pfarrgemeinden umsetzen und auch mit anderen gesellschaftlichen Gruppen zusammenarbeiten."

Unter den Rednern auf der Bühne war auch Stadtdechant Hagemann. "Weil wir Christen gestaltender Teil der Stadtgesellschaft sind, ist mir die Teilnahme von uns als Kirche sehr wichtig", unterstrich er gegenüber kirchensite.de. "Es geht schließlich um das Eintreten für Menschen, mit denen wir auf unterschiedlichen Ebenen zusammenleben." Die Botschaft der Christen sei dabei deutlich: "Wir sprechen uns gegen Ausgrenzung und Feindlichkeit und für ein Miteinander der Menschen aus."

Der Protest gegen die Bewegung "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) hatte sich in Münster zunächst im Sozialen Netzwerk organisiert. Initiator ist Stefan Orth, ein katholisher Theologiestudent. Viele weitere Christinnen und Christinen bekunden auf der Facebook-Seite von "Münster gegen Pegida" ihre Solidarität mit der Protest-Aktion, darunter die Diözesankomitee-Vorsitzende Notburga Heveling und Franz-Thomas Sonka, Referent für Katholiken anderer Muttersprache im Bischöflichen Generalvikariat Münster.

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Text: Michael Bönte | Foto: Michael Bönte
05.01.2015

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