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28.08.2016
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Bischof Gerhard Feige.

Bischof Gerhard Feige.

50 Jahre Ökumene-Dekret des Konzils

Ökumene-Bischof Feige: An Weichenstellung erinnern

Bonn / Bistum. Die deutschen katholischen Bischöfe - auch Felix Genn in Münster - erinnern am Freitag (21.11.2014) an die Verabschiedung des Ökumene-Dekrets des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren. Dazu äußert sich Bischof Gerhard Feige aus Magdeburg, Vorsitzender der Ökumene-Kommission der Bischofskonferenz.

In allen deutschen katholischen Bischofskirchen finden in diesen Tagen ökumenische Gottesdienste statt. Wie kam es zu der Initiative?

Bischof Gerhard Feige: Die Idee, anlässlich der Verabschiedung des Ökumenismus-Dekrets vor 50 Jahren in allen katholischen Kathedralen Deutschlands am 21. November einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern, ist in der Ökumene-Kommission der Bischofskonferenz entstanden. Daraus wurde ein Vorschlag, den der Ständige Rat und die Vollversammlung gern aufgegriffen haben. In ähnlicher Weise ist es auch zum gemeinsamen Wort der deutschen Bischöfe zur Ökumene unter dem Titel "Zur Einheit gerufen" gekommen. Beides soll zum Ausdruck bringen, für wie wesentlich die katholische Kirche in Deutschland die ökumenische Herausforderung ansieht.

Welche Wirkung erhoffen Sie sich von der gemeinsamen Erinnerung an das Ökumene-Dekret des Konzils?

Feige: Ab und zu ist es anregend und heilsam, sich entscheidender Weichenstellungen zu erinnern, sie zu aktualisieren und Folgen daraus zu ziehen. Dazu gehört auch das Vermächtnis des Ökumenismus-Dekrets. Ich hoffe, dass die Besinnung darauf wichtige Impulse vermittelt, dass es auf allen Ebenen ökumenisch nicht nur irgendwie weitergeht - mancherorts muss ökumenisches Bewusstsein sogar erst noch entstehen -, sondern dass die Ökumene auch wirkliche Fortschritte macht.

EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm zur Ökumene

Im Interview mit Radio Vatikan sagte der neue Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm: "Für mich ist Ökumene geprägt von der Vorstellung der 'versöhnten Verschiedenheit'. Wir können als Kirchen unterschiedliche Profile haben, solange wir von dem einen Herrn Jesus Christus geprägt werden. Deswegen muss nicht alles gleich sein. Wir müssen nicht eine Einheitskirche haben. Aber wir müssen klar um Christus herum geprägt sein. Das ist mein Kern! Ich freue mich sehr, dass der Papst in einigen Aussagen der jüngeren Vergangenheit auch selbst diese Vorstellung von der versöhnten Verschiedenheit erwähnt hat. Das macht mir Hoffnung, dass wir da vielleicht auch in der konkreten Umsetzung der Ökumene weiterkommen werden."

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