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06.12.2016
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Katholikentag.

"Der Katholikentag ist für uns eine große Chance, aber auch eine Herausforderung", sagt Bischof Genn.

ZdK-Vollversammlung entscheidet einstimmig

Katholikentag kommt nach Münster – Freude im Bistum

Bistum / Bonn. Der 101. Deutsche Katholikentag findet vom 9. bis 13. Mai 2018 in Münster statt. Die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) beschloss am Freitagnachmittag (21.11.2014) in Bonn einstimmig, die Einladung von Bischof Felix Genn und der diözesanen Gremien anzunehmen.

Zugleich beauftragte das ZdK seinen Generalsekretär Stefan Vesper, die Verhandlungen über öffentliche Fördermittel weiterzuführen. Gewöhnlich unterstützen der Bund, das jeweilige Bundesland sowie die Gastgeberstadt den Katholikentag finanziell. Ein Zuschuss durch die Stadt Münster ist zwischen den Ratsparteien umstritten.

Genn: "Ein Katholikentag von und für junge Leute"

Bischof Felix Genn freue die ZdK-Entscheidung, heißt es in einer Mitteilung der Bischöflichen Pressestelle. "Der Katholikentag ist für uns eine große Chance, aber auch eine Herausforderung", sagte Genn. Man wolle sich beim Katholikentag den Aufgaben stellen, vor der Gesellschaft und Kirche stünden. "Eine entscheidende Frage ist dabei für mich: Sind wir wirklich eine Solidaritäts-Gesellschaft oder sind wir eine Gesellschaft, in der die Armen und Kranken, die Alten und aus ökonomischer Sicht Unproduktiven immer weiter ins Abseits gedrängt werden?"

In der Stadt des Westfälischen Friedens solle beim Katholikentag laut Genn auch die Frage diskutiert werden, wie Kirche und Gesellschaft künftig Krieg, Terrorismus und einem religiösen Fundamentalismus Einhalt gebieten können.

"Münster ist eine junge, eine lebendige, eine lebhafte Stadt. Wo, wenn nicht in Münster, sollten wir von daher schauen, wie wir nicht nur einen Katholikentag für junge Leute, sondern auch einen Katholikentag von jungen Leuten feiern können", meinte Bischof Genn. "Dann könnte hoffentlich von Münster das Signal ausgehen: Die Kirche, das ist keine verstaubte und überkommene Institution, sondern eine junge und junggebliebene, eine fröhliche und lebenbejahende, eine diskussionsfreudige und einladende Gemeinschaft."

Heveling: "Für einen streitbaren, beunruhigenden Katholikentag"

Im Namen der Laien im Bistum Münster sagte die Vorsitzende des Diözesankomitees der Katholiken, Notburga Heveling: "Ich wünsche mir einen Katholikentag in Münster mit einer klaren inhaltlichen Ausrichtung, der Orientierung und Impulse gibt für das Leben in dieser Gesellschaft und in den globalen Zusammenhängen, in denen wir leben."

Ein "roter Faden" solle erkennbar werden an der Art, wie der Katholikentag gestaltet sei und wie miteinander umgegangen werde: "Deshalb werde ich mich für einen streitbaren, beunruhigenden Katholikentag einsetzen, der weder gesellschaftliche noch kirchliche Tabu-Themen kennt und Position bezieht zu Fragen in Kirche und Gesellschaft, die die Menschen beschäftigen." So könne der Katholikentag in Münster "eine Art Zukunftswerkstatt für die Kirche in einer offenen Gesellschaft sein", meinte Heveling, die auch Mitglied des ZdK ist.

Heveling warb bereits für das Ereignis: "Der Katholikentag ist kein Treffen katholischer Insider. Der Katholikentag hat den Anspruch, ein offenes Gespräch mit allen Menschen guten Willens zu suchen." Weite Teile des Programms fänden auf öffentlichen Plätzen und frei zugänglich statt, erläuterte Heveling. Sie wehrte sich gegen die Auffassung, der Katholikentag sei eine Veranstaltung der Amtskirche: "Der Katholikentag ist eine Veranstaltung der Laien!"

In Münster fand der Katholikentag bereits drei Mal statt: 1852, 1885 und 1930. Bei diesen Treffen präsentiert sich die Kirche mit ihren Verbänden und Institutionen über mehrere Tage der Öffentlichkeit. Sie finden in der Regel alle zwei Jahre in wechselnden Städten statt. Zuletzt war in diesem Jahr Regensburg an der Reihe, Leipzig wird es 2016 sein.

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Text: Martin Schmitz, jjo, pd, KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
21.11.2014

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