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05.12.2016
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Leisner

Bernd Hübner (Verkehrs- und Verschönerungsverein Rees, li.) Monika Kaiser-Haas und Christoph Gerwers (Bürgermeister).

Am Elternhaus in Rees am Niederrhein

Gedenktafel erinnert an Karl Leisner

Rees. Eine neue Gedenktafel in Rees am Niederrhein verweist Besucher zukünftig auf das Geburtshaus des seliggesprochenen Priesters Karl Leisner (1915-1945). Der aus dem Bistum Münster stammende Theologe ist der einzige Priester, der in einem Konzentrationslager die Weihe empfing. Wenige Monate nach der Befreiung des KZ Dachau starb er im August 1945. Ein von dem Bocholter Künstler Jürgen Ebert geschaffenes "Informationsstehpult" erinnert nun an Leisner wie auch an die Zwangsarbeiter, die während der NS-Zeit in Rees ums Leben kamen, teilte das Bistum Münster am Montag (10.11.2014) mit. Das Geburtshaus war im Zweiten Weltkrieg zerstört worden.

Die Vizepräsidentin des Internationalen Karl-Leisner-Kreises, Monika Kaiser-Haas, verwies bei der Einweihung darauf, dass Leisner am 9. November 1939 in Sankt Blasien von der Gestapo verhaftet wurde, nachdem er sich über Hitler kritisch geäußert hatte. "Es freut mich sehr, dass viele Menschen die Idee des Karl-Leisner-Kreises unterstützt haben, dieses 'Informationsstehpult' am Geburtsort meines Onkels zu errichten", sagte die Nichte des Priesters. Seit 2005 erinnert bereits eine Büste Leisners vor der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Rees an den Priester.

Leisner wurde am 28. Februar 1915 geboren. Nach dem Theologiestudium gründete er im Nationalsozialismus verbotene Jugendgruppen. Am 9. November 1939 kam er ins KZ Sachsenhausen, später nach Dachau. Dort weihte ihn heimlich der ebenfalls inhaftierte französische Bischof Gabriel Piguet von Clermont-Ferrand 1944 zum Priester. Anfang Mai 1945 wurde der an Lungentuberkulose erkrankte Leisner aus dem KZ befreit. Er starb am 12. August 1945 im Sanatorium Planegg bei München. Sein Grab befindet sich in der Krypta des Xantener Domes. Am 23. Juni 1996 wurde er von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: pbm
10.11.2014

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