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30.07.2016
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Ballestrem

Der BKU-Diözesanvorsitzende Wolfgang Graf von Ballestrem spricht sich gegen "Social Freezing" aus.

Auch Kardinal Marx skeptisch gegenüber neuem Verfahren

BKU-Chef: "Social Freezing" stellt grundsätzlichere Fragen

Everswinkel. Dürfen Arbeitnehmerinnen ihre Eizellen einfrieren lassen, um bessere Karrierchancen zu haben? Dem Vorsitzenden der Diözesangruppe Münster im Bund Katholischer Unternehmer (BKU), Wolfgang Graf von Ballestrem, geht die Diskussion um das neue Verfahren, das amerikanische Technikkonzerne ihren Mitarbeiterinnen anbieten, nicht genug in die Tiefe. "Man muss doch grundsätzlich fragen, warum sich Frauen einreden lassen sollen, Beruf und Familie so unter einen Hut zu bringen", sagte der Unternehmer aus Everswinkel am Mittwoch (29.10.2014) auf Anfrage von kirchensite.de.

Die Möglichkeit zum "Social Freezing" knüpfe an die Idee der Empfängnisverhütung an. Für die Frauen bedeute das Verfahren, noch länger "kinderfrei" ungehindert im Beruf aktiv sein zu können: "Damit sind wir mitten im Dauerthema 'Vereinbarkeit von Beruf und Familie', wobei nach mehrheitlicher Auffassung heute die Familie sich dem Berufsleben anzupassen hat", meint Ballestrem.

Frage nach dem Sinn des Lebens

Der Kern des Problems sei: "Was ist allgemein der Sinn des Lebens und speziell der meines Lebens? Wie lebe ich sinnerfüllt?" Heutzutage sei es aus vielerlei Gründen so, dass die Arbeit zunehmend den eigentlichen, christlichen Sinn des Lebens überlagere: "Die Arbeit wird zum Ersatzlebensinhalt", so der BKU-Diözesanvorsitzende. Familie werde zu einer Lebensgemeinschaft auf Zeit degradiert, in der Kinder heranwachsen können. Bildung und Erziehung werde dabei längst nicht mehr als primäres Recht von Eltern verstanden: In immer weiteren Bereichen wolle die Gesellschaft dies übernehmen.

Das klinge vielleicht altmodisch, aber: "Wenn man sich als Familie fühlt, dann geht der eine arbeiten, der andere ist für die Kinder da. Kinder sind unsere wichtigste Ressource." Natürlich gebe es in vielen Familien die Situation, wo das finanziell nicht möglich ist, "aber ich bin von dem Ideal trotzdem überzeugt", so der 61-Jährige, der als Logistik-Berater für Unternehmen tätig ist.

Mehr Wertschätzung fürs Ehrenamt

Er würde sich wünschen, dass die Gesellschaft die wichtigen Dinge neben dem Beruf mehr wertschätze: "Wer keinen Beruf ausübt, muss ja deswegen nicht untätig sein." Sinnerfüllung gebe es in Nachbarschaftsdiensten, Vereinen und unzähligen Ehrenämtern im Dienst am Menschen.

Darüber hinaus plädiert der BKU-Vorsitzende für ein werteorientiertes Weiterdenken in der Wirtschaft. Es sei zum Beispiel oft so, dass Auszubildende nur ihre Lehrzeit in einem Unternehmen verbrächten. Die Betriebe "investieren aber trotzdem Geld in sie". Solches Handeln sei im Sinn ihrer Branche, die durch die Auszubildenden Fachkräfte gewinne.

Familie als Säule der Gesellschaft

Auch wer junge Frauen einstelle, müsse damit rechnen, dass sie womöglich nach kurzer Zeit nicht mehr zur Verfügung stehen: "Wer als Unternehmer weiter denkt, weiß, dass funktionierende Familien die verlässlichen Säulen unserer Gesellschaft sind."

Die demografische Entwicklung mache die Bedeutung dieses Nutzens bewusst: "Wir müssen wieder lernen, in größeren Zusammenhängen zu denken. Das bewahrt uns vor großen, schwer zu reparierenden Irrtümern."

Kardinal Marx gegen Kinder "just in time"

Kardinal Reinhard Marx kritisiert das Angebot des "Social Freezing". Beim Einfrieren von Eizellen gehe es nicht um die Freiheit des Einzelnen, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Vielmehr werde die Geburt funktional in den ökonomischen Prozess eingegliedert, indem Kinder "just in time" zur Welt kommen sollen.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. undefined"Eizellen einfrieren dient der Gewinnmaximierung" (27.10.2014)
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Familie

Text: Marie-Theres Himstedt und KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: privat
29.10.2014

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