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29.07.2016
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Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und Overbeck:

Kein Platz für Antisemitismus

Münster / Essen. "Wer in Deutschland öffentlich oder privat, als hier geborener oder eingebürgerter Deutscher oder als ausländischer Gast, als Christ oder Muslim oder Atheist oder als Anhänger irgendeiner anderen Weltanschauung judenfeindliche Ansichten vertritt, dem muss grundsätzlich und unmissverständlich auch öffentlich widersprochen werden." So heißt es in einer Erklärung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (CJZ) in Münster von Freitag (01.08.2014).

"Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und den Palästinensern in Gaza haben wider Erwarten sogar in Deutschland zu judenfeindlichen Äußerungen und Handlungen geführt", erklärten die beiden christlichen Vorsitzenden der CJV, Pfarrer em. Jürgen Hülsmann und Domkapitular Ferdinand Schumacher, den Anlass ihres Schreibens, in dem sie der jüdischen Gemeinde in Münster ihre Solidarität zusichern.

Außerdem beklagen die beiden Geistlichen in ihrer Erklärung die Ausgrenzung christlicher Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten. Diese würden von "islamistischen Fanatikern" sogar in Gemeinschaftsunterkünften auf deutschem Boden als "Ungläubige" bedrängt. Schumacher und Hülsmann verweisen auf die Glaubensfreiheit in Deutschland, die nach dem Grundsatz funktioniere "Die Grenze meiner Freiheit ist die Freiheit der anderen". "Diese Überzeugung würde auch bei den Konfliktparteien in Israel und Gaza zum Frieden führen", heißt es abschließend.

Overbeck besucht Jüdische Kultus-Gemeinde

Als Zeichen gegen Antisemitismus und für die Solidarität mit den Juden hat Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck am Freitag (01.08.2014) die Jüdische Kultus-Gemeinde in Essen besucht. "Antisemitismus darf hierzulande und auch anderswo keinen Platz haben", sagte der Bischof. Er fügte hinzu: "Und das ist keine Beschwichtigungsrhetorik."

Mit dem Besuch wolle er zeigen, dass die Kirche nicht schweige angesichts der antisemitischen Schmähungen vor allem bei Demonstrationen gegen den Krieg zwischen Israel und der Hamas. Die eskalierende Gewalt im Nahen Osten mache ihn tief betroffen, so der Bischof. Es brauche jetzt "Menschen, die versöhnungsfähig sind."

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Text: Martin Schmitz und Katholische Nachrichtenagentur GmbH
01.08.2014

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