
Bischof Felix Genn, hier im Gespräch in Pamplona, lobt das Engagement der ehrenamtlichen Weltjugendtags-Helfer aus dem Bistum Münster.
Zwischenbilanz vor Beginn der Tage in Madrid
Genn dankt ehrenamtlichen WJT-Helfern
Madrid. Bischof Felix Genn hat den ehrenamtlichen Weltjugendtags-Reisebegleitern aus dem Bistum Münster Hochachtung ausgesprochen. "Mich beeindruckt das Engagement der Ehrenamtlichen", sagte Genn am Dienstag (16.08.2011) im Vorfeld der offiziellen Eröffnung des Weltjugendtags vor münsterschen Journalisten in Madrid.
Die Reisebegleiter würden nicht nur Verantwortung tragen für einen ganzen Bus voller Pilger, sie würden sich auch um deren Wohl kümmern und sie an Dinge wie das regelmäßige Wassertrinken in der spanischen Sommerhitze erinnern. "Ich habe auch junge Menschen getroffen, die diese Aufgabe mit großer Selbstverständlichkeit erfüllen", sagte Genn. Zudem würden die Ehrenamtlichen – jung wie alt – ebenso wie die Pilger spartanisch unterkommen – in Turnhallen, auf dünnen Isomatten, in Schlafsäcken.
Mehr als ein Event
Der Bischof zog vor Beginn des eigentlichen Weltjugendtags und nach den "Tagen der Begegnung", die die Bistums-Pilger im Erzbistum Pamplona verbracht hatten, ein positives Zwischenfazit. Er lobte die "überwältigende Gastfreundschaft" in Pamplona, wo die Jugendlichen sich in Pfarreien und Gastfamilien willkommen gefühlt hätten. Diese Begegnungen nannte der Bischof Zeichen der Völkerverständigung.
Genn verteidigte den Weltjugendtag gegen Kritik, er sei nur ein Event. Die Tage hätten "ihre Wurzeln im Glauben, und die jungen Menschen können Bilder und Begegnungen mitnehmen. Er drückt sich in ihre Seele ein: Hier ist Gemeinschaft, und wir teilen den Glauben miteinander." Die Jugendlichen erlebten Weltkirche – in der Person des Papstes, in der Vielfalt der Begegnungen, aber auch in Formen der Frömmigkeit, die den eher nüchternen Deutschen sonst fremd blieben. Genn erinnerte an die mystische Prozession der Kreuzwegfiguren bei einer Vigil am Freitag (12.08.2011) in Pamplona.
Vorfreude auf kommende Tage
Der Bischof zeigte sich zufrieden, bereits die "Tage der Begegnung" mit den Bistums-Pilgern verbracht zu haben. Seine vielen Gespräche mit Jugendlichen hätten Beziehungen geschaffen, die "Brücke" sei tragfähiger, als wenn er die Pilger erst am Freitag (19.08.2011) bei seiner Katechese zum ersten Mal getroffen hätte. Die am Weltjugendtag teilnehmenden Bischöfe wollten deutlich machen, dass sie bei den Jugendlichen seien – auch, indem sie Strapazen wie das Ausharren in der Hitze bei Großereignissen teilten.
Genn äußerte Vorfreude auf die kommenden Tage: "Bei mir stellt sich wieder Weltjugendtags-Stimmung ein", sagte er. Ähnliches habe er bei früheren Treffen in Rom, Toronto und Köln erlebt. "Die Stadt ist bevölkert von jungen Leuten, und ihre Begeisterung zieht andere mit." Er freute sich zudem über die Ernsthaftigkeit und Ruhe, mit der auch große Menschenmengen beteten oder die Liturgie mitfeierten.
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Text: Jens Joest | Foto: Jens Joest
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