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25.05.2012
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Mein Denkmal und ich.

Das Relief im Bildstock ist einem alten Ölgemälde nachempfunden.

Mein Denkmal und ich (264): Josef-Bildstock in Olfen-Vinnum

Neuer Bildstock mit Vorgeschichte

Olfen-Vinnum. Obwohl der Bildstock der Familie Lohmann im Olfener Ortsteil Vinnum erst vor 23 Jahren gesegnet wurde, verbirgt sich hinter ihm eine lange Geschichte. Maria Lohmann, deren inzwischen verstorbene Schwiegereltern dieses Glaubenszeugnis aufstellten, kennt sie. "Der Ursprung des neuen Bildstocks ist die alte Josefskapelle von 1866, die allerdings nicht an unserem Hof stand. Es gibt sie nicht mehr, denn sie wurde aufgrund einer veränderten Straßenführung 1985 abgetragen", erzählt die 68-Jährige.

Das Besondere der alten Kapelle: Viele Jahre erinnerte ein Gemälde an den heiligen Josef, den Patron für eine gute Sterbestunde. "Das Bild hat Wilhelm Graf von Wedel unseren Vorfahren für die Kapelle gestiftet", informiert sie. Es zeigt den Heiligen mit einer Lilie in der rechten Hand und dem heranwachsenden Jesuskind auf dem Schoß. Anläßlich einer glücklichen Rückkehr von einer Reise aus Palästina hatte der Graf dieses Ölgemälde von Papst Leo XIII. segnen lassen, wie ein Schreiben aus dem Jahr 1898 verrät.

Maria Lohmann.

Das Bild, das die Familie nach vielen Jahren aus der Kapelle genommen hat, um es vor der Zerstörung durch Umwelteinflüsse zu retten, diente einer Künstlerin aus Vechta als Vorlage für ein modernes Keramikmosaik, das den heutigen Bildstock schmückt. "Meine Schwiegereltern haben immer gesagt, dass sie am Haus einen neuen Bildstock errichten wollen, wenn die alte Kapelle abgerissen wird", sagt Lohmann. So sammelten Paul und Johanna Lohmann anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit Geld für die Erfüllung dieses Wunsches. Zahlreiche Glaubeszeugnisse hat sich die Familie im Vorfeld angeschaut, bis sie die geeignete Form gefunden hatte. 1985 begannen die Arbeiten an dem Josef-Bildstock. Drei Jahre später wurde er in einer Feier gesegnet.

"Am Bildstock haben wir regelmäßig zur Fronleichnamsprozession einen Segensaltar aufgebaut. Das war immer etwas Besonderes. Auch die Wallfahrt der KAB von Cappenberg zum Annaberg hat hier Station gemacht", sagt Lohmann und zeigt ein Foto aus dem Jahr 1990, auf dem auch der inzwischen emeritierte Bischof Reinhard Lettmann zu sehen ist.

Lohmann bedeutet dieses Glaubenzeichen viel. Sie pflegt das Areal rund um den aus Ibbenbürener Sandstein errichteten Bildstock. "Wenn er nicht da wäre, würde mir etwas fehlen."

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Text: Michaela Kiepe | Fotos: Michaela Kiepe in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
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