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25.05.2012
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Mein Denkmal und ich.

Ein Wegekreuz für Gottes Begleitung in schweren Zeiten.

Mein Denkmal und ich (262): Das Wegekreuz in Lohne

Schutz in schweren Zeiten

Lohne. "Gott hat uns schon in vielen Situationen geholfen", sagt Maria Kühling. Viele Krisen habe die Familie bisher durchlebt – und Gott dabei stets an ihrer Seite gewusst. "Das Kreuz ist ein Zeichen persönlicher Dankbarkeit für Gottes Begleitung und seinen Schutz in schweren Zeiten."

Bernhard und Maria Kühling leben mit ihren Söhnen René und Alexander im oldenburgischen Lohne. Das Kreuz steht in ihrem Garten – bewusst hätten sie es nicht direkt an der Straße errichten lassen, berichtet Maria Kühling, sondern etwas versteckt. Einerseits aus Sorge vor Vandalismus und Schändung. Vor allem aber, weil es für sie ein sehr persönliches, ein familiäres Glaubenszeugnis sei.

Maria Kühling.

Maria Kühling geht beim Standort des Kreuzes auch durch den Kopf: "Wenn es einem schlecht geht, dann sucht man Gott." So sei es auch mit dem ein wenig versteckten Kreuz in ihrem Garten. Man müsse eben genauer hinsehen.

Maria Kühling hat mit der Errichtung nach eigenen Worten ein Gelöbnis wahr gemacht, berichtet sie. Das Wegekreuz ist eine Arbeit des Künstlers Ferdinand Starmann aus Neuenkirchen. Auf einer Stele aus Sandstein steht das bronzene Kreuz mit dem Korpus. Die Familie hat sich für eine triumphierende Christusdarstellung entschieden – statt Dornen trägt Jesus am Kreuz deshalb eine Königskrone.

Gleichzeitig entspreche diese Form ihrem Gottesbild, sagt Maria Kühling. "Er ist für mich nicht der strenge Gott, wie es uns in unserer Kindheit oft gesagt wurde, sondern der triumphierende Gott, der uns weiter hilft."

Das Kreuz wurde 1985 errichtet und im gleichen Jahr vom damaligen Dechanten Antonius Busch gesegnet. "Viele Menschen, die unsere Straße entlang gehen, halten kurz an und schauen zum Kreuz", weiß Maria Kühling inzwischen. Auch wenn das Kreuz eher dezent und nicht auffallend groß sei – "die Menschen sehen es". Die 64-Jährige vermutet, dass die Menschen ein kurzes Gebet sprechen und sich Zeit nehmen für das Kreuzzeichen. Sie berichtet auch von einer Arztpraxis in ihrer Straße. "Vielleicht kann unser Kreuz für die Patienten, die vorbei gehen, ein Hoffnungszeichen sein."

Das Wegekreuz ist für die Familie auch nach 26 Jahren noch von besonderer Bedeutung: Es drückt ihre Dankbarkeit, aber auch ihren Glauben an den Auferstandenen aus.

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