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11.02.2012
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Heiliger Willibrord.

Um 658 wurde der heilige Willibrord in England geboren.

Der Friesenmissionar

Willibrord (658-739)

Kurzvita:

Wie so viele Missionare, die auf deutschem Boden das Evangelium verkündigten, stammte auch Willibrord aus England. Er wurde von den Mönchen des Klosters Ripon ausgebildet und entschied sich später selbst für das Leben als Benediktiner. Mit 20 Jahren ging er in das irische Kloster Rathmelsigi, wo er kurz darauf zum Priester geweiht wurde. Um 690 kam er als Missionar nach Friesland. Die Vollmacht dafür erteilten ihm der fränkische Hausmeier Pippin der Mittlere und Papst Sergius I. Fünf Jahre später wurde er Erzbischof, ohne jedoch ein festes Bistum zu übernehmen. Als Ort seines Bischofssitzes wählte sich Willibrord die Stadt Utrecht, wo er eine Kirche bauen ließ. 698 schenkte ihm Irmina von Öhren ein Stück Land am Flüsschen Sauer. Dort errichtete Willibrord das Kloster Echternach, wo er nach langer und segensreicher Tätigkeit im Jahr 739 starb.

Biographische Daten:

658 - Geburt Willibrords in Northumbrien (England).
Ausbildung im Benediktinerkloster Ripon.
678 - Eintritt ins Benediktinerkloster Rathmelsigi in Irland; dort Priesterweihe.
690 - Beginn der Friesenmission
692 - Erteilung der Missionsvollmacht durch Papst Sergius I..
21.11.695 - Weihe zum Erzbischof.
698 - Gründung des Klosters Echternach.
714 - Tod Pippins und vorübergehender Zusammenbruch der Mission in Friesland.
719 - Wiederaufnahme der Friesenmission durch Willibrord und Bonifatius.
7.11.739 - Tod Willibrords in Echternach.

Vita:

Willibrord war Angelsachse und wurde in der Benediktiner-Abtei Ripon erzogen. Später entschied er sich selbst für das Ordensleben und trat in das irische Kloster Rathmelsigi unter dem berühmten Abtbischof Egbert ein, wo er wenige Jahre später auch zum Priester geweiht wurde.

Im Jahr 690 machte er sich mit verschiedenen Gefährten, darunter vermutlich auch Suitbert und die Brüder Ewald auf den Weg auf das europäische Festland, um dort den Glauben zu verkünden. Anders als andere Missionare holte Willibrord jedoch zunächst die Erlaubnis des örtlichen Machthabers, in diesem Fall des fränkischen Hausmeiers Pippin, ein. Dieser sandte ihn als Glaubensboten nach Friesland. Davor jedoch sollte Willibrord nach Rom reisen und sich eine kirchliche Erlaubnis von Papst Sergius I. ausstellen lassen. So geschah es. Mit dem Segen von Staat und Kirche war Willibrord bei seiner Tätigkeit derart erfolgreich, dass ihn Pippin schon nach kurzer Zeit erneut nach Rom schickte – diesmal mit der Bitte an den Heiligen Vater, den überaus erfolgreichen Missionar zum Bischof zu weihen.

Obschon sich Willibrord dagegen sträubte, bekam er das Pallium des Erzbischofs. Auch einen neuen lateinischen Namen – Clemens - nahm er an. Anders als bei Winfried, der Bonifatius genannt wurde, setzte sich dieser Name jedoch nicht in der Bevölkerung durch. Der neue Erzbischof bekam den päpstlichen Auftrag, sich an einer ihm passenden Stelle niederzulassen und von dort aus die Mission in Friesland weiter voranzutreiben. Als diesen Ort wählte sich Willibrord Utrecht aus, wo er eine Bischofskirche errichten ließ.

Die spätere Äbtissin Irmina von Öhren schenkte ihm drei Jahre nach seiner Ernennung zum Erzbischof eine Länderei an der Sauer, unweit von Trier. Dort gründete Willibrord das Kloster Echternach, welches von nun an den Mittelpunkt seines Wirkungskreises bildete. Zahlreiche Missionsreisen führten ihn durch ganz Nordwesteuropa bis hinauf nach Dänemark. Da er sich meist auf Reisen oder in Echternach befand, berief er einen heute unbekannten Chorbischof zu seinem Stellvertreter in Utrecht.

Als Hausmeier Pippin gestorben war, geriet das Machtgefüge im Nordwesten des fränkischen Reichs kurzzeitig in Unordnung. Die Missionstätigkeit musste eingestellt werden. Willibrord harrte bis 719 aus, ehe die Machtverhältnisse im Reich geklärt waren. Bei der Wiederaufnahme der Mission wurde er nun von Bonifatius tatkräftig unterstützt, allerdings trennten sich ihre Wege bald wieder.

Willibrord verbrachte mit zunehmendem Alter immer mehr Zeit in seiner Klostergründung Echternach. Dort schied er am 7. November 739 aus dem irdischen Leben.  

Gebet zum Gedenktag des heiligen Willibrord am 7. November (GL 812):

Gütiger Gott, du hast den heiligen Bischof Willibrord gesandt, vielen Heidenvölkern deine Macht und Güte zu verkünden, und hast ihnen durch die Taufe das neue Leben geschenkt. Festige alle, die du als deine Kinder angenommen hast, im Glauben und in der Liebe.
Darum bitten wir dich durch Christus, unsern Herrn. Amen.

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