
In den Gebieten bei den Brukterern an Lippe und Ruhr (Vest Recklinghausen) war das Kerngebiet der missionarischen Arbeit Suitberts.
Missionar zwischen Lippe und Ruhr
Heiliger Suitbert (637-713)
Kurzvita:
Suitbert war ein angelsächsischer Missionar und Benediktinermönch, der um 690 gemeinsam mit Willibrord nach Friesland kam. Etwa zwei Jahre später wurde er von Wilfrith von York zum Wanderbischof geweiht. Nach einer Auseinandersetzung mit seinem Mitbruder Willibrord und dem fränkischen Hausmeier Pippin zog Suitbert in das Gebiet der Brukterer zwischen Lippe und Ruhr. Anfänglich konnte er dort gute Erfolge erzielen, ein Einfall heidnischer Sachsen machte seine Missionstätigkeit jedoch zunichte. Suitbert zog sich auf fränkisches Gebiet zurück und gründete im Jahr 710 ein Kloster in Kaiserswerth bei Düsseldorf, in dem er nach seinem Tod auch beigesetzt wurde.
Biographische Daten:
Um 637 - Geburt Suitberts in Angelsachsen.
Um 690 - Suitbert kommt als Missionar auf das europäische Festland.
692/693 - Wahl Suitberts zum Bischof in Abwesenheit Willibrords.
Bischofsweihe Suitberts durch Wilfrith von York.
Anschließend - Tätigkeit als Missionsbischof in Westfalen.
Nach dem Einfall der Sachsen Rückzug auf die Rheininsel Kaiserswerth.
710 - Gründung des dortigen Klosters.
713 - Tod Suitberts in Kaiserswerth.
Vita:
Suitbert war ein angelsächsischer Benediktiner, der gemeinsam mit Willibrord und anderen Gefährten auf das europäische Festland kam, um bei den Heiden zu missionieren. Zunächst wirkte die Gruppe gemeinsam in Friesland. Später, als Willibrord sich auf einer Reise nach Rom befand, wurde Suitbert zum Bischof gewählt. Er reiste draufhin zurück nach England und ließ sich von Wilfrith von York zum Bischof weihen, ohne jedoch eine eigene Diözese zugewiesen zu bekommen. Als Willibrord aus Rom zurückkehrte, kam es zu Meinungsverschiedenheiten über die Bischofsweihe Suitberts. Der fränkische Hausmeier Pippin stand in diesem Streit auf Willibrords Seite. Suitbert zog die Konsequenzen, verließ das Herrschaftsgebiet Frankens und wandte sich fortan der Missionierung der Brukterer zwischen Lippe und Ruhr zu. Im heutigen nördlichen Ruhrgebiet feierte er große Erfolge, die allerdings zunichte gemacht wurden, als eine Horde heidnischer Sachsen in das Gebiet einfiel. Suitbert musste fliehen und zog sich mit Unterstützung Pippins auf die Rheininsel Kaiserswerth bei Düsseldorf zurück, wo er bald darauf ein Kloster gründete. Hier starb er im März 713. Noch heute ruhen seine Reliquien in einem kostbaren Schrein in der Pfarr- und früheren Klosterkirche Sankt Suitbertus in Düsseldorf-Kaiserswerth.
Gedenktag im Bistum Münster: 1. März
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