Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles
25.05.2012
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Erzbischof Zollitsch

Die Missbrauchsfälle von Oberharmersbach "liegen mir bis heute schwer auf der Seele", sagte Erzbischof Zollitsch jetzt in einem Interview.

Missbrauchsfälle im Schwarzwalddorf Oberharmersbach

Erzbistum Freiburg weist Vorwürfe gegen Zollitsch zurück

Freiburg. Das Erzbistum Freiburg weist erneute Vertuschungsvorwürfe von "Report Mainz" gegen Erzbischof Robert Zollitsch entschieden zurück. "Diese Vorwürfe sind weder neu noch gerechtfertigt", erklärte der Sprecher des Erzbistums, Robert Eberle, am Sonntag (18.07.2010) gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Es geht dabei um Missbrauchsfälle im Schwarzwalddorf Oberharmersbach aus der Zeit, als Zollitsch Personalreferent im Erzbistum war.

Wie der SWR am Sonntag vorab mitteilte, will das ARD-Politikmagazin am Montagabend unter anderem zwei von Zollitsch unterschriebene Briefe präsentieren, die belegen sollen, dass er nicht genügend dazu beigetragen habe, die Fälle konsequent aufzuklären und die betroffenen Gemeinden entsprechend zu informieren.

Interview mit der FAZ

Zollitsch habe sich bereits mehrfach zu diesem Fall geäußert und immer wieder deutlich gemacht, "dass es den damals Verantwortlichen nicht darum ging, etwas zu vertuschen", betonte sein Sprecher Eberle. Diese hätten versucht, den Schaden zu begrenzen und sexuellen Missbrauch zu verhindern. Deshalb habe Zollitsch Opfer und ihre Angehörigen - auch in einem persönlichen Gespräch - um Verzeihung gebeten.

Zudem habe der Erzbischof ebenfalls mehrfach öffentlich bedauert, dass die Verantwortlichen im Ordinariat Freiburg damals nicht konsequenter vorgegangen sind. Eberle verwies dabei auch auf ein am Sonntag erschienenes Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Darin hatte Zollitsch, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, unter anderem wörtlich gesagt: "Heute wissen wir es besser. Wir haben dazugelernt".

"Fälle liegen mir schwer auf der Seele"

Die Missbrauchsfälle von Oberharmersbach "liegen mir bis heute schwer auf der Seele", räumte Zollitsch in dem Interview außerdem ein. Wie tief die Wunden seien, die der Pfarrer den Opfern und ihren Familien vor Jahrzehnten zugefügt habe, sei ihm kürzlich bei einem Gespräch mit Betroffenen noch einmal mehr deutlich geworden. "Unsere damals getroffenen Entscheidungen sehe ich sehr selbstkritisch!", betonte der Erzbischof. Zudem sagte er wörtlich: "Wir gingen damals von - nach heutiger Sicht - falschen Überlegungen aus."

Der beschuldigte Pfarrer wirkte von 1968 bis 1991 im rund 70 Kilometer von Freiburg entfernten Schwarzwalddorf Oberharmersbach und missbrauchte in der Zeit zahlreiche Kinder. Nach ersten Gerüchten darüber wurde der Pfarrer, der auch an schweren gesundheitlichen Problemen litt, 1991 vorzeitig in den Ruhestand versetzt. 1995 nahm er sich das Leben. Zuvor war er -nachdem sich eine Opfer-Hilfsorganisation und ein weiteres Opfer gemeldet hatten - erneut mit den Vorwürfen konfrontiert worden. Das Erzbistum hatte ihm damals auch signalisiert, dass es die Tätigkeit der Staatsanwaltschaft unterstützen würde.

Hilfe und therapeutische Unterstützung 

Nach dem Tod des Pfarrers habe das Erzbistum alle Opfer und Angehörigen aufgerufen, sich zu melden und ihnen Hilfe und therapeutische Unterstützung angeboten. Damals hätten sich 17 Opfer gemeldet, inzwischen seien fünf weitere bekannt. Die tatsächliche Zahl liege aber sicher höher, so Zollitsch.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Kindesmissbrauch
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Erzbischof Robert Zollitsch

Text: Öffnet externen Link in neuem  FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
19.07.2010

 

    1. Missbrauchsfälle sollen erst nach 20 Jahren verjähren

Schwerpunktthema

Vom 16. bis 20. Mai 2012 findet in Mannheim der 98. Deutsche Katholikentag statt. Er steht unter dem Leitwort "Einen neuen Aufbruch wagen".

Vorlagen für Maiandachten

Ein besonderer kirchensite.de-Service: Wir bieten Ihnen eine Reihe von Vorschlägen für Andachten zur Muttergottes im Monat Mai zum Herunterladen an.

Heilige und Selige

Das Bistum Münster kann auf viele Frauen und Männer zurückblicken, die ein herausragendes Zeugnis für den christlichen Glauben abgelegt haben.

Landvolkshochschule

Mit einem Festakt wurde der langjährige Direktor der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst", Johannes K. Rücker, in den Ruhestand verabschiedet.

Glaubenswissen

Frömmigkeit - Gesamthaltung des gläubigen Menschen vor Gott.

Bischof Felix Genn

Sein Leben – sein Wirken – seine Texte.

Kommunionempfang

Erzbischof Robert Zollitsch setzt sich weiterhin dafür ein, dass Katholiken auch nach Scheidung und Wiederheirat die Kommunion empfangen können.

Durch das Jahr

Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten: Ein wenig Geist und viel Frühling.

Dossier: Maria

Maria ist die Mutter Jesu Christi - und hat daher eine besondere Stellung im christlichen Glauben.

Das aktuelle VIDEO...

Grüße vom Katholikentag (1): Aufbruch gelingt ...

Bibelarbeit

Unterwegs nach Emmaus: Kleopas und sein Freund.

Wir beten für Sie!

KLOSTERFÜRBITTE im Monat Mai: St.-Franziskus-Haus in Nordwalde.

Neues Seelsorgekonzept

Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.

Wohnungsnotfallhilfe

In einer Wohnung oder einem Haus zu wohnen, ist für Jeden selbstverständlich und lebensnotwendig.

Sterbebegleitung

Wann beginnt das Sterben? Was erwartet mich auf meinen letzten Wegen vor dem Tod? Kann ich mich und meine Verwandten auf diese Wege vorbereiten?

Ehegericht

Mit seinen rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt sich Offizial Kurt Schulte größtenteils mit so genannten Ehenichtigkeitskeitsverfahren.

Marienmonat

Als schönster Monat des Jahres soll der Mai der "schönsten aller Frauen" geweiht sein. Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition.

Regionen

Cosfeld / Recklinghausen.

Wallfahrtsorte

Vinnenberg: Muttergottes vom Himmelreich.

Trauerseelsorge

Hilfe bei berufsethischen Fragen.

Mit der Bibel leben

Ich bin das A und O.

Kirche von A bis Z

Marienerscheinung: Mittlerrolle der Mutter Jesu

Heiligenlexikon

30. Mai: Heilige Johanna von Orléans.

Geistlicher Impuls

"Gehet hin in Frieden!"

Verbände

Christliche Arbeiter-Jugend.

Glaubens-ABC

Marienverehrung: Magd des Herrn

Service für Sie

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web

Spruch des Tages

Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, den man soeben beschenkt hat.
Jean de la Bruyére

Reden, Fragen, Antworten finden

im "Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie


Seelsorger im Mai:
Pfarrer Martin Weber.

Seelsorger/-innen

Haus der SeelsorgeHaus der Seelsorge

Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Lebenshilfe+Seelsorge: 
  Martin Weber
  weberkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand