
Bischof Genn tauscht den Friedensgruß mit den Neupriestern: Stefan Schürmeyer (l.) und Timo Läken (r.).
Priesterweihe im St.-Paulus-Dom
"Nicht von Gott lassen können ..."
Bistum. "Tragen Sie diese Brüder mit, damit sie sagen können: ,Wir sind getragen.’" Mit dieser Aufforderung wandte sich Bischof Felix Genn am Pfingstsonntag (23.05.2010) an die Gläubigen im St.-Paulus-Dom in Münster. Während des feierlichen Pontifikalamtes wurden die Diakone Timo Läken (28) und Stefan Schürmeyer (33) zu Priestern geweiht.
Der Regens des Bischöflichen Priesterseminars Borromaeum, Andreas Tapken, bat den Bischof im Namen der Kirche, die Diakone zu weihen und rief diese namentlich auf. "Hier bin ich!", antworteten Timo Läken aus St. Marien, Friesoythe, und Stefan Schürmeyer aus St. Pankratius, Borgloh. Eindrucksvoll begleitete der Domchor die Zeremonie; mit dem Santini-Kammerorchester an seiner Seite, sang der Chor die "Missa in G" von Franz Schubert.
Handauflegung durch Bischof Felix Genn. |
"Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch"
Die Weihe in der voll besetzten Kathedrale stand unter dem Leitwort "Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!" (Joh 20.21). Zuversicht und Hoffnung wünschte der Bischof den beiden Kandidaten. "Sie sind ganz nah bei Gott. Ich wünsche Ihnen Freude und dass Sie sagen können: ,Ich kann nicht von ihm lassen’." Vor der versammelten Gemeinde forderte er Läken und Schürmeyer auf zu bekunden, dass sie das Priesteramt zuverlässig ausüben werden und Ehrfurcht und Gehorsam walten lassen wollen. "Sind Sie bereit, Armen und Kranken beizustehen? Sind Sie bereit, sich mit Christus von Tag zu Tag enger zu verbinden?"
Ihre Zusage bekräftigten die Diakone, indem sie ihre Hände in die des Bischofs legten. Als Zeichen ihrer Hingabe an Gott legten sie sich ausgestreckt vor den Altar, während in der Litanei alle Heiligen um ihre Fürsprache angerufen wurden. Unendlich lang schien schließlich die Reihe der Geistlichen, die nach dem Bischof den knienden Diakonen die Hand auflegten und damit ihre Aufnahme ins Presbyterium besiegelten.
Zeichen des priesterlichen Amtes
"So sei ihr Leben Vorbild und Richtschnur", betete der Bischof für die beiden Männer im sich anschließenden Weihegebet. Diese nahmen schließlich die äußeren Zeichen des priesterlichen Amtes, die Stola und die Kasel entgegen. Mit der Salbung ihrer Hände und der Umarmung des Bischofs endete nach zweieinhalb Stunden die Zeremonie, umrahmt auch von dem Gesang der Schola der Klarissen am Dom und dem Orgelspiel von Domorganist Thomas Schmitz.
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Text; Andrea Kutzendörfer | Fotos: Joachim Busch
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