
Erzbischof Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, würdigt Weihbischof Voß.
Bischofskonferenz-Vorsitzender Zollitsch würdigt Weihbischof Voß
"Den Menschen in Not besonders verpflichtet"
Bistum. Den Einsatz des verstorbenen Weihbischofs Josef Voß für Migranten, Flüchtlinge und Aufgaben der Caritas würdigt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch. Voß habe sich "aus dem Geist des Evangeliums Christi den Menschen in Not besonders verpflichtet" gewusst, schreibt Zollitsch in einem Beileidsbrief vom Mittwoch (16.12.2009) an Bischof Felix Genn.
Der Flüchtlingsschutz und der Einsatz für Integration habe für Voß "untrennbar zum caritativen Wirken der Kirche" gehört, schreibt der Erzbischof. In Kirche und Gesellschaft habe sich Voß "für ein gelingendes Zusammenleben von Einheimischen und Zuwanderern engagiert".
Berufung in päpstliches Gremium
Zollitsch erinnert daran, dass Benedikt XVI. Voß 2006 "aufgrund seiner außerordentlichen Fachkenntnisse" in den "Päpstlichen Rat der Seelsorge für Migranten und Menschen unterwegs" berufen habe. Auch die Politik habe den Verstorbenen "als hochkompetenten und vertrauenswürdigen Gesprächspartner" geschätzt. Er habe zum Beispiel in einer Kommission zur Vorbereitung des deutschen Zuwanderungsgesetzes mitgewirkt.
Voß habe die Gründung der Migrationskommission der Bischofskonferenz, deren Vorsitzender er seit der ersten Sitzung 1996 war, mit vorbereitet. Die Gründung des "Katholischen Forums 'Leben in der Illegalität'" 2004 gehe auf den Weihbischof zurück. Zollitsch schreibt, Voß habe diesen Vorsitz zusätzlich und "bis an die Grenze seiner physischen Kräfte" übernommen.
Der Bischofskonferenz-Vorsitzende würdigt die wegweisenden Texte zum Thema Flucht und Migration, die unter maßgeblicher Beteiligung von Voß entstanden seien. Auch in der Caritas-Kommission der Bischofskonferenz habe sich der Weihbischof eingebracht. Unter seiner Leitung sei 2000 das neue Rahmenkonzept für die katholische Schwangerschaftsberatung entstanden. Vorsitzender der Caritas-Kommission war Voß von 1992 bis 1996.
Zollitsch schreibt, Voß sei den Menschen nahe gewesen durch seine Bescheidenheit, seinen Humor und seine unermüdliche Einsatzbereitschaft. Zudem erinnert der Erzbischof an die "hohe persönliche Glaubwürdigkeit" des Verstorbenen in der Verkündigung des Evangeliums.
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Dokumentiert: Das Schreiben von Erzbischof Robert Zollitsch (16.12.2009)
Weihbischof Josef Voß ist tot (16.12.2009)
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Übersicht: Bischofskonferenz-Vorsitzender Erzbischof Robert Zollitsch
Text: Jens Joest | Foto: Michael Bönte
16.12.2009
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