
Walesa über Johannes Paul II.: "Die Öffnung der Mauer ist zu 50 Prozent ein Verdienst des Heiligen Vaters."
Polnischer Ex-Präsident Walesa:
Papst trug am meisten zum Mauerfall bei
Warschau. Papst Johannes Paul II. hat nach Einschätzung von Polens früherem Staatspräsidenten Lech Walesa am meisten zum Fall der Berliner Mauer beigetragen. Walesa sagte am Montag (09.11.2009) im polnischen TV-Nachrichtensender TVN24: "Die Öffnung der Mauer ist zu 50 Prozent ein Verdienst des Heiligen Vaters." Die von Walesa gegründete polnische Gewerkschaft Solidarnosc habe zu 30 Prozent und die sonstige Welt nur zu 20 Prozent dazu beigetragen.
Papst Johannes Paul II. (1978-2005) habe die Massen bewegt und so die Wende in Osteuropa angestoßen, betonte Walesa. Zugleich nannte er es eine "Lüge", dass der damalige sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow den Mauerfall und das Ende des Kommunismus gewollt habe.
Walesa war Ehrengast der Feiern in Berlin zum 20. Jahrestag der Grenzöffnung vom 9. November 1989. Er stieß am Abend den ersten Stein einer überdimensionalen Dominoreihe entlang des ehemaligen Mauerverlaufs an. Auf einem dieser Steine ist Johannes Paul II. abgebildet.
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Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: KNA
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