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17.11.2018
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Mein Denkmal und ich.

Vom Düsseldorfer Bildhauer Will Hanebal stammt dieses Holzkreuz.

Mein Denkmal und ich (188)

Kein Platz für Eilige

Neukirchen-Vluyn. Zugegeben, das Kreuz im Neukirchener Pfarrgarten an der St.-Quirinus-Kirche nahe der dicht befahrenen Ernst-Moritz-Arndt-Straße ist keine Station für Eilige. Dem Fußgänger fällt es eher auf als dem Autofahrer. Wenn Sigrid Wahl einige Momente vor dem Kreuz innehält, gibt es ihr Kraft für den ganzen Tag. "Kraft am Morgen und am Abend", sagt die in der Gemeinde engagierte Frau.

Sigrid Wahl kennt die Geschichte um das Wegekreuz. "Es wäre schade, wenn sie in Vergessenheit gerät", meint die Neukirchenerin. Das Kreuz, das heute draußen gegenüber einer Ladenzeile steht, hatte seinen ersten Standort in der katholischen St.-Barbara-Volksschule. Diese Schule existiert längst nicht mehr. Sie wurde abgerissen, um einem Discounter Platz zu machen.

Sigrid Wahl, Neukirchen-Vluyn.

Die Entstehungsgeschichte des Kreuzes ist in der Schulchronik nachzulesen: "Am 2. März 1949, Aschermittwoch, wurde in feierlicher Weise das Schulkreuz eingeweiht", notierte der damalige Schulleiter Novotnik. Der Kunstbildhauer Will Hanebal aus Büderich bei Düsseldorf hat dieses Kreuz entworfen. Den etwa einen Meter großen Korpus hat er aus Lindenholz geschnitzt, das Kreuzholz hingegen aus massiver Eiche.

Die spätere Konrektorin Margret Kraemer, Schwägerin des Künstlers, schenkte das Kreuz der Pfarrgemeinde St. Quirinus mit der Auflage, dass es in der katholischen Schule so lange aufgestellt bleibe, wie Platz vorhanden sei. Sie hatte während des Zweiten Weltkriegs das Ehepaar Hanebal finanziell unterstützt. Aus Dank wollte der Künstler, als es wirtschaftlich wieder bergauf ging, der Schwägerin ein Kunstwerk schenken. Margret Kraemer erbat ein Kreuz für die Schule.

1968 wurde die Volksschule aufgelöst. Das damalige Kollegium der neu eingerichteten Grundschule stellte den Antrag, das Kreuz zu entfernen. "Es erdrückt uns", begründeten sie ihren Wunsch. Der Kirchenvorstand zögerte nicht lange und sorgte für einen zukunftsträchtigen Beschluss. Im Pfarrgarten hat das Kreuz seinen Platz gefunden.

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Text: Sabine Hannemann | Foto: Sabine Hannemann in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
14.10.2009

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