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15.12.2017
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Mein Denkmal und ich.

Die Emmerick-Stele steht am Eingang zum Grab der Seligen.

Mein Denkmal und ich (185)

Aus dem Garten an die Kirche

Dülmen. Sein ganz persönliches Denkmal der seligen Anna Katharina Emmerick hat der Dülmener Künstler Hubert Wiggering vor zwei Jahren zunächst nur ungern abgegeben, damit es am Eingang zum Emmerick-Grab an der Kreuzkirche in Dülmen aufgestellt werden konnte. Mehr als zwei Jahrzehnte nämlich stand das Relief der Seligen aus dem Münsterland im heimischen Dülmener Garten des Künstler-Ehepaars Wiggering.

Vom Esszimmertisch aus konnten Hubert Wiggering und seine seit einem Jahr verstorbene Frau auf das Emmerick-Porträt schauen. "Und es war uns an dieser Stelle sehr vertraut geworden", erzählt der 83-Jährige. Bei einem Besuch habe dann Pastor Peter Nienhaus die Stele entdeckt. Dieser ist Pfarrer der Dülmener Gemeinde Heilig Kreuz, in seiner Pfarrkirche befindet sich das Grab der Seligen und seit einigen Jahren auch eine Gedächtnisstätte zu Ehren von Anna Katharina Emmerick. Der Priester bat den Künstler, das Relief aus dem Garten dort aufstellen zu dürfen, damit es Pilger aus ganz Deutschland erfreuen könne.

Hubert Wiggering, Dülmen.

"Zuerst habe ich nein gesagt" – schließlich sollte die Gemeinde sowieso alle christlichen Kunstwerke nach seinem Tod bekommen. Seine Frau aber habe ihn überzeugt, dieses Kunstwerk noch zu Lebzeiten abzugeben. Sie habe damit argumentiert, dass alle Emmerick-Verehrer sich heute schon damit auseinander setzen könnten. "Das hat mich überzeugt", sagt Wiggering, zumal seine Frau durch eine Skizze des Kreuzes, das die Selige auf dem Relief in Händen hält, selbst am Kunstwerk beteiligt gewesen sei.

So wanderte die Büste, die Hubert Wiggering 1986 aus einem alten Prellstein schlug, 2007 vom Hinkeringsweg an die Kreuzkirche, wo sie jene Pilger begrüßt, die das Grab der Seligen besuchen möchten oder sich in der Gedenkstätte informieren wollen.

Den Prellstein hat Wiggering vor Jahrzehnten auf einem Acker gefunden. "Er war wohl auf einem Hof überflüssig geworden", glaubt der Künstler. Jetzt habe er wieder einen würdigen Platz gefunden.

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Text: Norbert Ortmanns | Fotos: Norbert Ortmanns in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
23.09.2009

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