
Ein religiöser Lebensstil führt nach einer Studie zu mehr Selbstkontrolle.
Studie:
Wer glaubt, hat sein Leben besser im Griff
Weinheim. Wer glaubt, hat sein eigenes Leben besser im Griff. Dieser Auffassung sind zumindest Psychologen der Universität Miami, aus deren Studie die in Weinheim erscheinende Zeitschrift "Psychologie heute" (Juli) zitiert.
Demnach beeinflussen religiöse Rituale wie Gebet oder Meditation jene Hirnregionen positiv, welche Aufmerksamkeit, Selbstkontrolle und Emotionen steuern. Diese Kontrolle sei wichtig, um nicht jedem Impuls sofort nachzugehen und ruhiger zu leben.
Die Psychologen werteten eine Vielzahl von Einzelstudien aus, die sich mit dem Einfluss von Religion auf das Verhalten beschäftigten. Dabei kamen sie auch zu dem Schluss, dass religiöse Menschen weniger Probleme mit Alkohol- oder Drogenmissbrauch hätten. Zudem würden Gläubige weniger oft kriminell.
Ein religiöser Lebensstil führe zu mehr Selbstkontrolle, weil er klare Verhaltensleitlinien vorgebe. Unter der Maßgabe, dass eine göttliche Instanz zuschaue, verfolgten religiöse Menschen ihr eigenes Verhalten genauer und aufmerksamer als nichtreligiöse.
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Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
10.06.2009
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